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Sportliches Training und Multiple Sklerose: Neue Erkenntnisse

Patienten, die unter Multipler Sklerose leiden, könnten in Zukunft von einem neuen sportlichen Trainingskonzept profitieren: Eine Forschergruppe des Sportwissenschaftlichen Instituts hat herausgefunden, dass MS-Erkrankte nach intensiver theoretischer und praktischer Ausbildung ihr sportliches Training eigenverantwortlich gestalten und so nachhaltig positive Effekte auf ihre Motorik erzielen können.

Sportliches Training wirkt sich positiv auf die neurodegenerative Erkrankung Multiple Sklerose aus. Das haben zahlreiche Untersuchungen gezeigt, bei denen MS-Erkrankte vorgegebene Trainingseinheiten unter Betreuung absolvierten. Eine neuartige Studie hat das Sportwissenschaftliche Institut gemeinsam mit der Hochschule Fresenius und der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) im April 2010 gestartet. In ihr untersuchen die Sportwissenschaftler nun erstmals, welche physiologischen und psychologischen Auswirkungen eine Sporttrainingsausbildung bei MS-Patienten hat. „Erstmalig übertragen wir MS-Erkrankten die Trainingskompetenz, damit sie dauerhaft selbstständig trainieren können, ohne von Geräten oder Personen abhängig zu sein“, erläutert Stephanie Kersten, die das Projekt gemeinsam mit Professor Christian Haas leitet. Die Ausbildung habe theoretische und praktische Inhalte. „So lernen die Teilnehmer beispielsweise, in welcher Reihenfolge die Übungen durchgeführt werden sollten, welche Übungsvariationen für sie sinnvoll sind, und bei welchen körperlichen Anzeichen oder äußeren Bedingungen sie besser nicht trainieren sollten“, erklärt die Wissenschaftlerin.

Die Studie mit dem Titel „Auswirkungen von Training und Schulung auf motorische, klinische und psychologische Parameter bei Multiple Sklerose Erkrankten“ haben 17 MS-Erkrankte abgeschlossen. In einer zwölfwöchigen Trainingsintervention absolvierten die Teilnehmer Trainings in den Bereichen Koordination, Kraft und Ausdauer. Außerdem wurden sie in trainingsphysiologischen Grundlagen geschult. Motorische und psychometrische Tests wurden vor Beginn der Intervention, am Ende und acht Monate danach durchgeführt. In projektbegleitenden Interviews erklärten und reflektierten die Projektteilnehmer, welche prozessbedingten Veränderungen sie wahrgenommen haben, informiert die Universität des Saarlandes.

Quelle: BMS 3/2011

28.12.11

Ich habe Multiple Sklerose
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