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Ultraschall des Bauches

Der Ultraschall des Bauches ist auch als Abdomen-Sonografie bekannt. Das Wort Abdomen ist aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet Bauch. Man könnte also auch Sonografie des Oberbauches sagen. Der Ultraschall des Bauches dient der Beurteilung der im Bauchraum befindlichen Organe wie Leber, Milz, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Im Rahmen einer Sonografie des Abdomens können auch die Nieren und Lymphknoten betrachtet werden.

Wie funktioniert ein Ultraschall des Bauches?

Der Ultraschall des Abdomens funktioniert vom Prinzip her genauso wie jede andere Untersuchung mittels Ultraschall. Die zur Untersuchung verwendeten Schallwellen weisen eine Frequenz von über 20 Kilohertz (kHz) auf und sind für das menschliche Ohr nicht hörbar. Die Schallwellen werden mithilfe des Schallkopfes ausgesandt. Innerhalb des Schallkopfes befinden sich Kristalle, die mithilfe der angeschlossenen Wechselspannung zum Schwingen gebracht werden. Durch diese Schwingungen entstehen die Schallwellen, die der Ultraschall bzw. der Schallkopf des Ultraschallgerätes aussendet. Bei einem Ultraschall ist er Schallkopf allerdings nicht nur dazu da, die Schallwellen auszusenden, sondern er empfängt sie auch.

Wird der Schallkopf also auf den Bauch aufgesetzt, schickt er die Schallwellen in das Gewebe hinein. Jede Struktur unseres Körpers weist eine andere Form und Dichte auf und reflektiert die Schallwellen demnach unterschiedlich. So lässt sich bei einem Ultraschall des Abdomens die Leber ohne Weiteres von der Gallenblase unterscheiden. Der Schallkopf empfängt die zurückgesandten Schallwellen und formt aus ihnen ein Bild, welches sich der behandelnde Arzt auf dem angeschlossenen Monitor anschauen kann. Neben den Organen im Abdomen kann der Ultraschall auch andere Gewebestrukturen differenziert darstellen. Somit ist z. B. auch ein Blick auf die Blutgefäße möglich.

Ultraschall kennt man auch aus der Tierwelt. Fledermäuse oder auch Meeressäuger wie Wale und Delfine nutzen ebenfalls Ultraschallwellen, um sich zu orientieren oder Beutetiere aufzustöbern.

Was ist vor einem Ultraschall des Bauches zu beachten?

Bei einem Ultraschall des Bauches empfiehlt es sich, dass der Patient nüchtern erscheint. Das heißt, er sollte mehrere Stunden vor dem Ultraschall weder gegessen noch getrunken haben. Auch sollte der Patient vor einem Ultraschall des Abdomens auf seine Ernährung achten. Mahlzeiten, die eine blähende Wirkung haben, wirken sich auch noch am Untersuchungstag auf die Qualität der Bilder aus, da der Ultraschall luftgefüllte Strukturen schlecht durchdringen kann. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann der Patient einen Tag vor dem Ultraschall auch Tabletten einnehmen, die Blähungen reduzieren.

Wie wird ein Ultraschall des Bauches gemacht?

Die Sonografie des Bauches bietet dem behandelnden Arzt ein schnell durchzuführendes und daher kostengünstiges Diagnoseverfahren, um das Abdomen des Patienten zu untersuchen. Zudem birgt der Ultraschall des Bauches für den Patienten keine gesundheitlichen Risiken. Aus diesem Grund ist ein Ultraschallgerät auch in fast allen Arztpraxen verfügbar.

Das Ultraschallgerät ist mit einem Computer verbunden, welcher nicht nur den Ultraschall selbst und die Frequenz der Schallwellen steuert, sondern auch das aus den reflektierten Schallwellen erstellte Bild auf dem angeschlossenen Monitor darstellt. Schallwellen können den Körper recht gut durchdringen, doch sind auch ihnen Grenzen gesetzt. Organe, die mit Luft gefüllt sind, wie z. B. der Magen-Darm-Trakt, können in ihrer Struktur durch den Ultraschall recht schlecht dargestellt werden, da Luft die Schallwellen sehr stark reflektiert und somit eine bildhafte Darstellung erschwert.

Da Luft also den Ultraschall verfälscht, muss der behandelnde Arzt bei einer Untersuchung mit Ultraschall darauf bedacht sein, dass sich keine Luft zwischen Schallkopf und Haut des Patienten befindet. Um dies auszuschließen, trägt er sowohl auf die Bauchdecke als auch auf den Schallkopf selbst ein spezielles Gel auf, welches zum einen Lufteinschlüsse verhindert und zum anderen den Schallkopf beim Ultraschall besser über den Bauch des Patienten gleiten lässt.

Im weiteren Verlauf fährt nun der behandelnde Arzt mit dem Schallkopf über Bauchdecke des Patienten. Je nach Tiefe des zu untersuchenden Organs muss er den Schallkopf auch mal etwas fester in den Bauch des Patienten drücken. Dies ist aber in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden. Je nach Druckempfindlichkeit können manche Menschen dies allerdings als unangenehm empfinden. Das Abbild der im Abdomen liegenden Organe erscheint unverzüglich auf dem Monitor, sodass der Arzt in der Lage ist, eine sofortige Beurteilung abzugeben und wenn nötig weitere Behandlungsschritte einzuleiten.

Nach erfolgreichem Ultraschall des Abdomen lässt sich das Gel mit einem Tuch einfach wieder abwischen.

Welche Organe lassen sich bei der Sonografie des Abdomen (Ultraschall des Bauches) beurteilen?

Der Ultraschall des Bauches hilft dem behandelnden Arzt die Organe zu beurteilen, die sich im Abdomen befinden. Erkrankungen dieser Organe gehen mit Veränderungen ihrer Struktur einher. Die Organe verändern sich in ihrer Größe, Form und können tumoröse Strukturen, Zysten, Geschwülste, Steine oder auch Verkalkungen aufweisen, die mithilfe einer Sonografie des Bauches sichtbar gemacht werden können.

Folgende Organe lassen sich beim Ultraschall des Bauches beurteilen:

  • Leber: Der Ultraschall kann hier eine veränderte Größe feststellen. Verfettungen, chronische Entzündungen oder immer wiederkehrende Infektionen wirken sich negativ auf die Struktur der Leber aus. Auch tumoröse Veränderungen oder Leberzysten werden sichtbar.
  • Gallenblase und Gallenwege: Der Ultraschall des Abdomens zeigt hier hauptsächlich eventuell vorhandene Gallensteine, aber auch Veränderungen in der Wandstruktur der Galle und Probleme beim Abfluss der Gallenflüssigkeit werden sichtbar.
  • Bauchspeicheldrüse (Pankreas): Hier führen oft Entzündungen zu Veränderungen in Größe und Struktur. Aber auch tumoröse Veränderungen und Zysten an der Bauchspeicheldrüse werden im Ultraschall sichtbar.
  • Milz / Lymphknoten: Bei diesen Organen bringt der Ultraschall meist eine krankhafte Vergrößerung ans Licht.
  • Nieren: Hier lassen sich Nierensteine entdecken. Aber auch Zysten und tumoröse Veränderungen werden im Ultraschall sichtbar.
  • Harnblase / Prostata: Der Ultraschall des Bauches hilft bei der Lokalisierung von Steinen in der Harnblase. Auch Veränderungen in der Struktur durch Zysten, Geschwülste oder tumoröses Gewebe werden sichtbar. Beim Mann kann zudem eine Vergrößerung der Prostata beim Ultraschall des Abdomens diagnostiziert werden.
  • Bauchschlagader (Aorta) und große Hohlvene (Vena cava): Neben den Gefäßen an den Organen lassen sich diese beiden großen Hauptgefäße bei einem Ultraschall des Bauches ebenfalls sehr gut beurteilen. Verkalkungen oder Verengungen sowie Verschlüsse werden hier sichtbar.

Welche Komplikationen können bei einer Sonografie des Abdomens auftreten?

Grundsätzlich birgt ein Ultraschall des Bauches keine Risiken für Patient oder Arzt. Die Untersuchung ist völlig schmerzlos und es werden keine gesundheitsgefährdenden Strahlungen verwandt.

Melissa Seitz

24.01.11

Ultraschall des Bauches
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