
Shutterstock
Ist ein Mensch an den “peripheren Nerven” erkrankt, weist er meist Schmerzen, Gefühlsstörungen oder sogar Lähmungen an Armen oder Beinen auf. Am häufigsten entstehen die Schäden durch Nervenquetschungen im Ellenbogen oder im Handgelenk. Hier ist das “Karpaltunnelsyndrom” die bekannteste Erkrankung. Aber auch andere Ursachen wie Entzündungen, Unfall- oder OP-bedingte Verletzungen und Tumore spielen eine große Rolle.
Leider bleiben sie mit den klassischen Diagnoseverfahren häufig unentdeckt. Nun lassen sich durch Nervensonographie, bei dem moderne Ultraschallgeräte mit hochauflösenden Schallköpfen zum Einsatz kommen, diese Nervenerkrankungen erkennen. Das Diagnoseverfahren stellt nicht nur den einzelnen geschädigten Nerv in seinem ganzen Verlauf dar, sondern auch das ihn umgebende Gewebe. Sowohl Ort als auch Ursache der Nervenschädigung werden damit sichtbar.
Dr. Henrich Kele gilt als Pionier der Nervensonographie in Deutschland. Er erläutert den hohen Nutzen der Methode für den Patienten: “Auch zahllose Fehldiagnosen lassen sich mittels Nervensonographie auf die richtige Spur bringen. Dadurch lässt sich eine vorher geplante Operation vermeiden, oder in anderen Fällen eine OP mit der günstigsten Methode einleiten.”
Quelle: Medical Press
21.02.12