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Venenerkrankungen der Beine

Bei Venenerkrankungen der Beine gibt es Unterschiede zwischen akuten (vor allem Thrombosen) und chronischen Fällen (vor allem Krampfadern und venöse Insuffizienz). Laut Angaben des Robert Koch-Instituts hat bereits jede 15. Frau und knapp jeder 30. Mann eine Thrombose der Beinvenen erlitten. Über 90 % aller Embolien kommen aus den Beinvenen. Das Statistische Bundesamt hat 2010 dokumentiert, dass 7.356 Menschen in Deutschland an einer Lungenembolie gestorben sind.

Frühzeitige Behandlung ist wichtig

Immer mehr Menschen beklagen sich mit zunehmendem Alter über Venenleiden. Besenreiser gehören dabei zu den leichten Veränderungen der Beinvenen. Zunächst lassen sich die unschönen Veränderungen leicht unter langen Hosen verbergen. Wenn die Venenleiden aber nicht behandelt werden, können daraus schwere Erkrankungen entstehen, wie Krampfadern, offene Beingeschwüre und im schlimmsten Fall eine Lungenembolie. Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt. Deswegen ist es wichtig, dass Betroffene sich früh über mögliche Risiken informieren und sich behandeln lassen. Dadurch können schwere Erkrankungen vermieden werden. Zu den häufigsten Venenleiden zählt die chronische Krampfaderbildung (Varikose), wie das Robert Koch-Institut mitteilt. Akute Störungen der Venenfunktion werden vor allem durch Thrombosen hervorgerufen. Durch den erschwerten Abfluss entstehen Schwellungen im Bein, die für die Betroffenen sehr schmerzhaft sind. Zu einer Beinvenenthrombose, d. h. zu einer chronischen Schädigung mit Schwellungsneigung und Hautveränderungen, kommt es in 50 % bis 70 % der Fälle, wenn der Betroffene sich keiner Kompressionstherapie mit geeigneten Strümpfen unterzieht.

Venenleiden erkennen und behandeln

Bei Krampfadern sind hauptsächlich die Venen betroffen. Mithilfe der Muskelpumpe transportieren die Venen das Blut zum Herzen zurück. Krampfadern entstehen, wenn sich das Blut innerhalb des Venensystems staut. Betroffene klagen dann über ein Schwere- und Spannungsgefühl in den Beinen. Wadenkrämpfe in der Nacht können ebenfalls auftreten. Ein weiteres Venenleiden ist die Thrombophlebitis: Das ist eine oberflächliche Entzündung der Venen. Die meisten Venenentzündungen dieser Art haben Krampfadern als Ursache. Frauen sind bis zu vier Mal häufiger betroffen als Männer. Besonders gefährlich ist die tiefe Venenthrombose oder Phlebothrombose. Blutgerinnsel behindern den Rückfluss des Blutes zum Herzen – dies kann sogar dazu führen, dass sich eine Vene auch vollständig verschließt. Solche Thromben können zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen. Die Phlebothrombose kommt fast ausschließlich an den Bein- und Beckenvenen vor. Verschiedene Venenerkrankungen können die betroffenen Venen schädigen: Das kann darüber hinaus dazu führen, dass das Blut nur noch schwer zum Herzen zurücktransportiert werden kann. Auf diese Weise entsteht eine chronische Abflussstörung. In den Venen wird ein dauerhaft hoher Druck aufgebaut, der den Stoffwechsel im Gewebe stört. Hautschäden und offene Beingeschwür können die Folge sein.

Prävention und Beschwerdelinderung

Zu den Risikofaktoren für akute Venenerkrankungen zählen das Alter, eine familiäre Veranlagung und starkes Übergewicht. Menschen mit angeborenen oder erworbenen Störungen des Blutgerinnungssystems tragen ein höheres Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln. Um der Bildung von Thrombosen vorzubeugen, stehen zahlreiche wirksame Verfahren zur Verfügung: Kompressionstherapie, Frühmobilisation oder medikamentöse Gerinnungshemmung. Zur Vorbeugung und Beschwerdelinderung bei Krampfadern wird ausreichend Bewegung empfohlen, weil dadurch die Muskelvenenpumpe aktiviert wird. Besonders geeignet sind Spazierengehen, Schwimmen oder Radfahren. Langes Sitzen oder Stehen sollten vermieden werden.

Quelle: Patient und Haut 2/12

25.12.12

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