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Harndrang

Der Harndrang ist ein natürlicher biologischer Mechanismus, welcher dem Gehirn signalisiert, dass die mit Urin gefüllte Blase geleert werden muss. Normalerweise entsteht der Harndrang nach der Einnahme von Flüssigkeiten. Bei einer Flüssigkeitszufuhr von zwei Litern werden in der Regel anderthalb Liter Urin ausgeschieden. Unter normalen Umständen kann ein Mensch bis zu sechs Mal am Tag und bis zu zwei Mal in der Nacht die volle Blase entleeren.

Von einem krankhaften Harndrang spricht man dann, wenn man häufiger als sechs Mal tagsüber (Pollakisurie) und häufiger als zwei Mal in der Nacht (Nykturie) die Toilette aufsuchen muss. Krankhaft kann der Harndrang auch in dem Fall sein, wenn wenig Urin ausgeschieden wird und man nach dem Urinieren das Gefühl verspürt, die Blase sei nicht vollständig entleert worden. Auch der Verlust der Kontrolle über den Harndrang, längere Dauer der Blasenentleerung und Nachtropfen des Urins nach der Blasenentleerung können Symptome für einen krankhaften Harndrang sein.

Der krankhafte Harndrang kann viele Ursachen haben. Eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme, hoher Kaffee- oder Alkoholkonsum können manchmal zu einem erhöhten Harndrang führen. Oft können auch Medikamente, die entwässernd wirken, der Grund für den erhöhten Harndrang sein. Aber auch Stress und andere psychische Belastungen können den Harndrang zeitweilig steigern.

Leidet man über einen längeren Zeitraum unter häufigem Harndrang, kann es verschiedene Ursachen dafür geben: Diabetes mellitus, Diabetes insipidus, eine Prostataentzündung, Entzündungen der Blase oder der Harnwege, ein übermäßiges und krankhaftes Durstempfinden, eine Form von Nierenversagen, eine Gebärmuttersenkung oder eine Erschlaffung des Beckenbodens, wie es zum Beispiel der Fall nach einer Schwangerschaft oder bei starkem Übergewicht sein kann.

Ein vermehrt auftretender Harndrang in der Nacht kann beispielsweise auf eine Blasenentzündung, eine sogenannte Zystitis, oder eine gutartige Vergrößerung der Prostata zurückgeführt werden.

Besteht der Harndrang, obwohl die Blase nicht geleert werden muss und die Ausscheidung des Urins somit ausbleibt, können unter anderem eine Reizblase, Prostataerkrankungen oder eine Schwangerschaft in der Anfangsphase die Ursachen hierfür sein.

Maria Ballau

30.07.12

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