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Erkältung

Eine Erkältung äußert sich in einer Infektion der Schleimhäute von Hals, Nase und/oder Bronchien. Meistens wird sie durch Viren verursacht, manchmal auch zusätzlich noch durch Bakterien.

Welche Beschwerden deuten auf eine Erkältung hin?

Eine Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit) bei Erkältungen von ein bis sieben Tagen benötigen die Erreger, um sich im oberen Atemtrakt – Mediziner sprechen vom oberen Respirationstrakt – auszubreiten und die entsprechenden Symptome einer Erkältung auszulösen.

Je nachdem, welche Erreger für die Infektion verantwortlich sind, treten unterschiedliche Beschwerden infolge der Erkältung auf. Schnupfen, Niesen, verstopfte Nase, Halsschmerzen, gerötete und juckende Augen, Müdigkeit und Niedergeschlagenheit (allgemeines Krankheitsgefühl) sind typische Symptome für Viruserkrankungen des oberen Atemtraktes und Erkältungen. Auch in den Ohren kann aufgrund des Verschlusses der Nebenhöhlen ein Druckgefühl während einer Erkältung entstehen.

Aus der laufenden Nase wird bei einer Erkältung zunächst ein wässriges, klares Sekret sichtbar, das mit der Zeit dickflüssig wird. Bei einer zusätzlichen Besiedlung mit Bakterien infolge einer Erkältung verfärbt sich der Auswurf grünlich-gelb.

Die Nasenatmung ist durch die Erkältung behindert, es kommt zu einer Beeinträchtigung des Riechvermögens und die Stimme klingt demzufolge ziemlich nasal, d.h. die Betroffenen sprechen „durch die Nase“. Weiterhin kann die Entzündung der Rachenschleimhaut infolge einer Erkältung zu einem Kratzen im Hals und Schmerzen beim Schlucken führen.

Auch Heiserkeit und Hustenreiz begleiten eine Erkältung oft. Sie sind Folge einer Entzündung der Kehlkopfschleimhaut, die durch eine Erkältung entstehen kann. Oft „rutscht die Erkältung auch eine Etage tiefer“, in den unteren Atemtrakt – dann sind auch die Bronchien betroffen, die Betroffenen leiden unter einer Bronchitis.

Komplikationen und begleitende Erkrankungen einer Erkältung

Meist klingen bei einer Erkältung die Beschwerden nach einigen Tagen von selbst wieder ab – meist sind es acht bis zehn Tage.

Werden die Beschwerden einer Erkältung jedoch übergangen, können sich die Viren weiter ausbreiten. Auch zu einem zusätzlichen Befall durch Bakterien infolge einer Erkältung kann es kommen. Mediziner sprechen dann von einer bakteriellen Superinfektion.

U. a. sind dann ernsthafte Erkrankungen als Folge der Erkältung zu befürchten. Es können Mandelentzündungen, Entzündungen des Mittelohrs und Nebenhöhlenentzündungen auftreten.

Nach der Leitlinie Rhinosinusitis – hierbei handelt es sich um eine Entzündung der Nase und der Nebenhöhlen – wurde die akute Nebenhöhlenentzündung in der Bundesrepublik im Jahr 2002 6,3 Millionen Mal gestellt. Tritt ein Infekt der oberen Luftwege wie die Erkältung auf, kommt es in 0,5% zu einer akuten bakteriellen Nebenhöhlenentzündung. In bis zu 87% der Fälle ist bei einem durch Viren ausgelösten Schnupfen im Computertomogramm eine Mitbeteiligung der Nebenhöhlen festzustellen. Die Schwellung und Abwehrschwäche der Schleimhaut sowie die Verlegung der Naseneingänge durch die Erkältung (von Medizinern auch Nasenostien genannt) führen wahrscheinlich zu einer zusätzlichen Besiedlung durch Bakterien. Meist beginnt eine Erkältung plötzlich.

Durch eine Ausbreitung der Viren infolge einer Erkältung kann jedoch auch eine gefährliche Herzmuskelentzündung entstehen. Der Arzt spricht dann von einer Myokarditis. Diese Erkrankung ist allerdings eher selten. Symptome sind Herzrhythmusstörungen, Kurzatmigkeit und rasche Ermüdbarkeit.

Infektionen der „unteren Atemwege“, die im Zuge einer Erkältung vorkommen können, sind vor allem Bronchitis und eine Lungenentzündung. Sie werden von anderen Erregern hervorgerufen als Erkältungen.

Erkältung bei Kindern

Da insbesondere Babys und Kinder noch kein geschultes Immunsystem besitzen, das bereits eine Immunität gegen mehrere Viren besitzt, sind Erkältungen im Baby- und Kindesalter häufiger anzutreffen als bei gesunden Erwachsenen.

Das Immunsystem von Kindern muss sich die Abwehr gegen Infektionen (Immunität) aller Art erst aneignen. Durch diese Immunisierung ist der Organismus gegen Infektionen mit demselben Virus geschützt.

Die Virusinfektion der oberen Atemwege, die Erkältung, ist mit verstopfter Nase, Niesanfällen und Husten verbunden. Auch Hals-, Glieder- und Kopfschmerzen treten bei einer Erkältung auf. Ebenfalls können andere Organe wie Augen, Ohren, Nase und Nebenhöhlen an einer Erkältung beteiligt sein. Auch die Lymphknoten können geschwollen sein. Oft sind diese auch durch die Erkältung berührungsempfindlich.

Die Erkältung tritt meist in den Herbst- und Wintermonaten auf, ist in der Regel harmlos und dauert ca. eine Woche. Kinder erkranken häufig mehrmals im Jahr an einer Erkältung.

„Erkältungsfallen“

Im Kindergarten, im Supermarkt, im Büro, im Bus oder der U-Bahn – überall lauern die Erreger einer Erkältung. Sie sind in der Luft vertreten, finden sich an Türklinken oder in Handtüchern. In kleinsten Tröpfchen menschlichen Sekrets befinden sich die Viruspartikel, die für eine Erkältung verantwortlich sind. Beim Husten oder Niesen eines Erkrankten werden sie in die Umgebung geschleudert. Auch beim Händeschütteln werden die Viren weitergegeben.

Wer Menschenmassen meidet, gerade in der Erkältungszeit, beugt einer Ansteckung vor. Sowohl in Bus und Bahn, in Wartezimmern oder bei Reisen im Flugzeug niesen und husten die Menschen permanent. Dabei verbreiten Infizierte Viren über die Luft. Ist die Virendosis groß genug, können die Erreger auch bei Menschen mit intaktem Immunsystem eindringen. Enge Nachbarschaft zu erkrankten Menschen und Schlafmangel erleichtern den Erregern das Einnisten in den menschlichen Organismus.

Nicht nur in der Luft überleben die Viren einige Stunden. Auch an Türgriffen, Telefonhörern, der Computertastatur oder auf der Haut überleben die Mikroorganismen – die Erkältungsviren – einige Zeit und bleiben aktiv. Fassen sich die Erkrankten an die Nase, reiben sie sich die Augen, halten sie gebrauchte Taschentücher in der Hand, gelangt das Virus bei Kontakt zu einem anderen Wirt.

Häufiges Händewaschen mit Seife ist eine gute Vorbeugung vor Erkältungsviren. Beim Küssen verbreiten sich die Viren nicht weiter, da sie durch die Magensäure neutralisiert werden.

Kälte verengt die Blutgefäße, damit der Körper keine weitere Wärme verliert. Somit wird auch der Nasen-Rachenraum schlecht durchblutet, die Immunabwehr ist z.B. bei eisigen Füßen geschwächt. Ein warmes, etwa 40 Grad warmes Fußbad bessert die Durchblutung und kann so einer Erkältung vorbeugen.

In geschlossenen und überheizten Räumen ist die Luft sehr trocken. Das ist eine Gefahrenzeit für die Schleimhäute, die Viren haben ein leichtes Spiel: Sie können besonders leicht in den menschlichen Organismus eindringen. Hier schaffen häufiges Lüften und feuchte Handtücher über den Heizkörpern Abhilfe. Regelmäßige Nasenduschen mit Salzwasser oder die Benutzung von Salzwassersprays helfen den Schleimhäuten Viren abzuwehren. Auch eine ausreichende Trinkmenge von zwei bis drei Litern hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten.

Während Ausdauersport sehr gut für unsere Abwehr ist, kann der Körper aber ggf. durch feuchte Kleidung nach dem Sport bzw. nass gewordene Haare leicht auskühlen. Auch übermäßiges Training oder Überanstrengung schwächt das Immunsystem.

Birgit Lindner

10.03.15

Erkältung
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