- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Unterleib - Verstärkter Vaginalausfluss

Verstärkter Vaginalausfluss

Eine gesunde Scheide scheidet tagtäglich Sekret ab. Dieses sorgt unter anderem für ein saures Milieu in der Scheide – und damit dafür, dass sich Krankheitserreger nicht vermehren können. Dieser „normale“ Ausfluss ist geruchlos und klar oder hat eine weißliche Farbe, daher auch der Name „Weißfluss“ (Fluor albus). Auch ein verstärkter Ausfluss muss noch kein Krankheitssymptom sein: Während der fruchtbaren Tage und vor dem Einsetzen der Monatsblutung haben viele Frauen hormonbedingt verstärkten Ausfluss. Auch die Art des Sekretes ändert sich: Während der fruchtbaren Tage ist der Ausfluss eher durchsichtig und dünnflüssig, vor und nach der Monatsblutung eher zähflüssig. Lassen sich zyklusbedingte Schwankungen ausschließen, liegt häufig eine Infektion vor. Je nach Konsistenz und Eigenschaften des Sekretes weist dies auf unterschiedliche Keime als Ursache hin: Wenn der Ausfluss fischartig riecht, liegt oft eine bakterielle Infektion vor. Ist er weiß, cremig oder bröselig und mit Juckreiz verbunden, ist eine Pilzinfektion sehr wahrscheinlich. Bei schaumig-grünem Ausfluss, der mit Juckreiz und üblem Geruch verbunden ist, könnte eine Trichomoniasis (eine Infektion mit Trichomonaden) dahinterstecken. Dies ist eine sexuell übertragbare Krankheit, die durch Parasiten verursacht wird. Eitriger Ausfluss kommt bei Gonorrhö (auch: Tripper) vor. Zu den selteneren Ursachen gehört die Tuberkulose, die einen eher gelblich-bröseligen Ausfluss verursacht. Grundsätzlich sollten Betroffene die Ursache für verstärkten Ausfluss in einer gynäkologischen Praxis abklären lassen. Wenn Frauen nach der Menopause einen blutig-braunen Ausfluss bemerken, ist besonders schnelles Handeln angezeigt: Es könnte ein Tumor in der Scheide oder Gebärmutter vorliegen.

Scheideninfektionen können leichter entstehen, wenn der natürliche Schutz der Scheide nicht mehr richtig funktioniert. Dazu können Stress und besonders auch übertriebene Intimhygiene beitragen. Antibiotika können mit ihrer Wirkung gegen Bakterien das saure Schutzmilieu der Scheide schädigen – denn die vorhandenen Milchsäurebakterien sind sehr wichtig für diese Schutzfunktion. Vorerkrankungen wie Diabetes oder Immunschwäche sowie Hormonmangel können ebenfalls ein ungünstiges Scheidenklima verursachen. Während hormoneller Veränderungen, zum Beispiel Schwangerschaft oder Pubertät, steigt allgemein die Gefahr, sich Scheideninfektionen zuzuziehen.

25.02.11

Newsletter An-/Abmeldung

Code: DRAY