Rund um die Symptome Durchfall, Blähungen und Verstopfung
16.09.09.

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Durchfall, Blähungen oder Verstopfung treten häufig auf und müssen meistens nicht ärztlich behandelt werden. Schwere Erkrankungen, wie Geschwulste oder chronische Entzündungen des Darmes, können jedoch auch diese Symptome hervorrufen. Experten informieren Betroffene und Interessierte im Rahmen der Fachtagung Viszeralmedizin am 3. Oktober 2009 im Congress Center Hamburg, wann ärztliche Untersuchungen notwendig sind und wie Erkrankungen des Verdauungstraktes erfolgreich behandelt werden können.
Eine Durchfallerkrankung heilt in den meisten Fällen in wenigen Tagen von selber aus. Wichtig ist, dass Betroffene verlorene Flüssigkeit und Salze wieder ausgleichen. “Blut im Stuhl, schlechte allgemeine Verfassung und andauernder Durchfall über mehrere Tage machen den Besuch beim Arzt notwendig”, betont Professor Dr. med. Peter Layer, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik am Israelitischen Krankenhaus in Hamburg. Häufig ist eine organische Erkrankung Ursache des Durchfalls. Handelt es sich um komplexe Erkrankungen wie die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, können Jahre vergehen, bis von den ersten Symptomen Durchfall und Bauchschmerzen die richtige Diagnose gestellt ist.
Werden die bisher unheilbaren Erkrankungen so spät erkannt, befinden sich die Betroffenen bereits in einem sehr schlechten körperlichen Zustand.
Auch eine Verstopfung kann in den meisten Fällen mit einfachen Mitteln geheilt werden: Bewegung, Wasser und Ballaststoffe bringen einen trägen Darm wieder in Schwung. Allerdings können Tumore, Entzündungen oder Verschlüsse den Transport des Stuhls im Darm verhindern. “Treten mit der Verstopfung Bauchschmerzen, Fieber oder andere Beschwerden auf, ist ein sofortiger Besuch beim Arzt notwendig”, meint Professor Layer.
Der Gastroenterologe ist einer der Experten der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), die das Fachpublikum im Rahmen der Fachtagung Viszeralmedizin vom 30. September bis 3. Oktober 2009 in Hamburg über verschiedene Erkrankungen des Verdauungstraktes und neue Behandlungsmethoden informieren. Der Samstag, 3.
Oktober 2009, ist den Patienten gewidmet – hier stehen Darmkrebsvorsorge, Sodbrennen und Magenbeschwerden sowie Lebererkrankungen auf dem Programm.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
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