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Verwirrtheit

Verwirrtheit kommt bei älteren Menschen häufiger vor als bei jüngeren Menschen. Die Betroffene können nicht mehr so klar denken wie zuvor. Oft haben sie die Orientierung im Alltag verloren – sowohl räumlich als auch zeitlich. Viele Verwirrte sind unruhig oder sprechen zusammenhanglos, verlieren schnell den Gesprächsfaden oder können sich gar nicht mehr geordnet unterhalten. Auch Gedächtnis, Konzentration und Merkfähigkeit sind oft gestört: In diesem Fall können sich die Betroffenen neue Informationen nicht mehr richtig merken und haben Schwierigkeiten, sich an Namen oder auch nur bestimmte Worte zu erinnern. Bei vielen Verwirrten gerät auch der Tag-/Nachtrhythmus durcheinander: Sie nicken tagsüber ständig ein und leiden nachts unter Schlaflosigkeit.

Verwirrtheit ist ein Symptom, das viele unterschiedliche Ursachen haben kann: Sie kann mit einer Demenz einhergehen. Bei vielen Demenzkranken lassen zunächst die räumliche Orientierung und die zeitliche Orientierung nach. Später können sie Situationen nicht mehr richtig einordnen. Zuletzt geht die persönliche Orientierung verloren: der Betroffene weiß nicht mehr, wer er ist und wie er heißt. Auch im Rahmen von psychiatrischen Störungen, Stoffwechselstörungen (zum Beispiel Unterzuckerung, Überzuckerung) kann Verwirrtheit auftreten. Und auch wenn sich die Durchblutung des Gehirns durch Arteriosklerose verschlechtert oder gar ein Gefäß durch ein Blutgerinnsel verstopft wie beim Schlaganfall, kann Verwirrtheit entstehen. Herzinsuffizienz, Epilepsie oder andauernde Unterernährung können ebenfalls diesen Zustand zur Folge haben. Wenn Menschen plötzlich und akut verwirrt auftreten, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. In diesem Fall kann ein Delirium vorliegen. Dies gilt als lebensbedrohlicher, medizinischer Notfall. Ursachen können unter anderem Flüssigkeitsmangel (zum Beispiel infolge von Durchfall), Fieber, Gehirnerschütterungen und -verletzungen oder Hirntumore sein. Auch Vergiftungen, zum Beispiel durch überdosierte Medikamente oder Drogen, können zum Delirium führen. Das Delirium ist bei älteren Menschen die häufigste psychische Störung. Für Pflegepersonal und pflegende Angehörige bringt der Umgang mit Verwirrten große Anforderungen mit sich und kann auch eine enorme psychische Belastung bedeuten.

Iris Schaper

04.03.11

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