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Vitamin D (Calciferol)

Vitamin D wird auch als Calciferol bezeichnet – jedoch meint Calciferol vor allem das Vitamin D2 aus der Gruppe der D-Vitamine. Unter dem Begriff Vitamin D sind jedoch alle Vitamine aus der D-Gruppe zusammengefasst. Es handelt sich hier um Vitamine, die grundsätzlich fettlöslich sind und gemeinsam zur Regulierung des Kalziumhaushalts beitragen. Vitamin D ist eines der wichtigsten Vitamine für den Aufbau der Knochen. Erwachsene Menschen leiden nur selten unter einem Mangel an Vitamin D. Zum einen nimmt der Körper das Vitamin durch die Nahrung auf, zum anderen kann er es selbst unter der Einwirkung von Sonnenlicht produzieren. In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts trat aufgrund eines Mangels an Vitamin D eine Knochenerkrankung gehäuft bei Kindern auf: die Rachitis. Die gefürchtete Krankheit äußerte sich vor allem bei Säuglingen durch vermehrtes Schwitzen, starke Unruhe und Schreckhaftigkeit sowie durch Hautausschläge. Bei Fortschritt der Erkrankung bildet sich der sogenannte Froschbauch – der Bauch ist stark aufgebläht, hinzu kommt eine Erweichung der Schädelknochen. In vielen Fällen entstand dadurch ein flacher Hinterkopf. Verzögerter Durchbruch der Zähne, Zahnschäden, Verkrümmungen der Knochen und geschwollene Gelenke sowie Fehlstellungen im Skelettbau sind weitere Symptome eines akuten Mangels an Vitamin D und der daraus resultierenden Rachitis. Auch bei Erwachsenen machte sich die Krankheit bemerkbar, allerdings eher durch geschwollene Gelenke und Entzündungen der Knochen und Gelenke. Seit dem Erkennen der Erkrankung und der Entdeckung von Vitamin D in Lebertran mussten Kinder über viele Jahrzehnte täglich einen Löffel Lebertran einnehmen, um der Krankheit vorzubeugen.

In der heutigen Zeit erhalten Säuglinge und Kleinkinder vom Kinderarzt Vitamin D in Form einer Tablette, die täglich verabreicht werden sollte, damit das Kind ausreichend mit Vitamin D versorgt wird.

In der damaligen Zeit entstand die Erkrankung bei Erwachsenen vor allem durch die schlechten Lebensbedingungen der Menschen und gilt noch heute als Erkrankung, die durch die Industrialisierung begünstigt wurde. Der Mensch arbeitete in Fabrikhallen, war dort schlechter Luft ausgesetzt und hatte, bedingt durch lange Arbeitszeiten, kaum Kontakt mit Tageslicht. Doch noch heute besteht die Gefahr eines Mangels an Vitamin D – sie betrifft vorwiegend Menschen, die in der Nacht arbeiten und ganz speziell im Winter, wenn die Tage kürzer sind. Viele Menschen, die dauerhaft im Nachtdienst arbeiten, sehen über Wochen kaum Tageslicht. Aus diesem Grund werden in unterschiedlichen Unternehmen mit Schichtarbeit die Mitarbeiter immer in drei Schichten eingeteilt. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen werden allerdings noch immer Dauernachtwachen beschäftigt, die in anderen Schichten nicht tätig sind und speziell in den kalten Wintermonaten nicht selten tatsächlich Symptome eines Mangels an Vitamin D aufweisen.

Vitamin D hat sehr wichtige Aufgaben im Körper und wird leider häufig in seiner Wichtigkeit unterschätzt. Es ist nicht nur wichtig für die Bildung von Knochen und Zähnen und deren Gesundheit. Vitamin D2 und Vitamin D3 wirken als Hormone im menschlichen Körper. Grundsätzlich ist Vitamin D auch wichtig zur Vorbeugung gegen Infekte und zur Stärkung der Muskeln. Wissenschaftler untersuchen aktuell die vorbeugende Wirkung gegen Krebserkrankungen, es liegen diesbezüglich aber noch keine nennenswerten Ergebnisse vor.

Ein Mangel an Vitamin D kann sich mit einer erhöhten Infektanfälligkeit und vor allem mit Muskelschwäche äußern. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zur Aufnahme von 5 µg (Mikrogramm) Vitamin D pro Tag für einen erwachsenen Menschen. Kinder haben einen erhöhten Bedarf. Als stärkster, natürlicher Lieferant von Vitamin D gilt immer noch Lebertran mit 300 µg pro 100 g. Lebensmittel wie Matjeshering, Räucheraal, Lachs oder Hering enthalten ebenfalls ausreichende Mengen an Vitamin D. Schon 100 g Lachs können den Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen abdecken. Wer Fisch nicht besonders schätzt, bevorzugt vielleicht die Avocado: 100 g Avocado decken exakt den täglichen Bedarf an Vitamin D ab. Hinzu kommt die Bildung von Vitamin D durch das Sonnenlicht: Regelmäßige, am besten tägliche Spaziergänge an der frischen Luft, vor allem im Winter, ermöglichen dem Körper eine ausreichende Produktion von Vitamin D durch Sonneneinwirkung.

Eine zusätzliche Einnahme von Vitamin D sollte nur auf Anordnung des Arztes und unter ärztlicher Kontrolle stattfinden. Eine Überdosierung von Vitamin D kann Kalkablagerungen in den Blutgefäßen und den Nieren bewirken. Allgemeine Schwäche, Übelkeit und Erbrechen können erste Symptome für eine Überdosierung darstellen. Durch langen Aufenthalt in der Sonne ist keine Überproduktion von Vitamin D im Körper zu befürchten.

Vitamin D ist fettlöslich und vor allem in fetthaltigem Fisch enthalten. Durch Sauerstoff, starke Lichteinwirkung und vor allem durch Hitze wird Vitamin D zerstört.

Monika Celik

21.03.11

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