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Vitamin B3 (Niacin)

Vitamin B3, auch als Niacin oder Nicotinsäure bekannt, selten als Vitamin B5 bezeichnet, ist ein farbloses Kristall. Die Bezeichnung Vitamin B3 gilt inzwischen als veraltet, generell ist von Nicotinsäure die Rede. Das Vitamin wurde schon im Jahr 1867 entdeckt, in der Wirksamkeit für den menschlichen Körper allerdings erst im Jahr 1934 erkannt.

Nicotinsäure oder auch Niacin befindet sich in allen lebenden Zellen. Es wird in der Leber gespeichert und ist von hoher Bedeutung für den Eiweiß-, aber auch den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Somit ist das Niacin ein wertvolles Vitamin zur Energiegewinnung für den menschlichen Körper. Grundsätzlich aber unterstützt Niacin die Nerven, es repariert Erbinformationen, die geschädigt sind, fördert die Synthese der Galle und ist intensiv am Sauerstoffhaushalt beteiligt. Darüber hinaus erweitert Niacin die Gefäße. Ärzte verordnen Niacin bei Arteriosklerose. Da es auch das Cholesterin senkt und viele Menschen unter Verkalkungen der Gefäße leiden, wird Niacin grundsätzlich zur Vorbeugung empfohlen.

Sehr häufig ist Niacin auch ein wesentlicher Bestandteil in Medikamenten, die bei Lernstörungen, Depression, Nervenschmerzen, Schizophrenie oder Erkrankungen der Schleimhäute verabreicht werden. Allerdings finden sich in Medikamenten dieser Art nicht selten auch andere Vitamine aus der B-Gruppe, da sie übergreifend und insgesamt wirken.

Niacin kommt in fast allen Lebensmitteln vor. Höhere Konzentrationen von Niacin finden sich in Fleisch, Fisch, Kartoffeln, Bier, Milch und Milchprodukten sowie in Brot und Backwaren aus Vollkorn. Einen sehr hohen Anteil an Nicotinsäure weist gerösteter Kaffee auf. Niacin aus tierischen Lebensmitteln wird fast vollständig vom Körper resorbiert, weil es hier in ungebundener Form vorkommt. Niacin aus pflanzlichen Lebensmitteln kommt nur in an Makromoleküle gebundener Form vor und wird vom Körper nur zu einem Drittel aufgenommen.

Der tägliche Bedarf an Nicotinsäure wird in der Regel durch die aufgenommene Nahrung gedeckt, da das Vitamin tatsächlich in fast allen Lebensmitteln vorkommt. Im Organismus kann aber nur ein Teil der aufgenommenen Nicotinsäure umgewandelt werden. Der Bedarf für einen erwachsenen Menschen hängt von den Lebensumständen, den Gewohnheiten und vor allem von den Belastungen ab. Patienten, die an einer Schwäche des Herzens leiden, an Stoffwechselstörungen oder Herzrhythmusstörungen, sollten Niacin in einer Dosis von 20 mg über einen längeren Zeitraum einnehmen und diese langsam steigern. Eine Tagesdosis von 50 mg Niacin gilt als durchschnittlicher Wert für den Tagesbedarf, kann aber bei Menschen, die recht empfindlich reagieren, zu Beginn der regelmäßigen Einnahme zu Hautrötungen führen. Mangelerscheinungen können im Rahmen einer normalen Ernährung kaum auftreten und sind auch relativ selten. Wer hingegen auf eine optimale und wirklich ausgewogene Ernährung durch gesunde Mischkost achtet, muss einen Mangel an Niacin grundsätzlich nicht befürchten. Grundsätzlich gilt für gesunde Erwachsene eine empfohlene Dosis von 40 bis 100 mg Niacin. Risikogruppen und Patienten mit entsprechenden Krankheitsbildern erhalten nicht selten durch den Arzt Dosierungen von 200 mg und mehr pro Tag verordnet.

Trotzdem gibt es Risikogruppen, bei welchen ein eventueller Mangel an Niacin vorkommen kann. Personen, die an Leberkrankheiten leiden, zählen zu den Risikogruppen, aber auch Personen, die sehr starken, psychischen Belastungen ausgesetzt sind und an Störungen der Nerven oder des Gedächtnisses leiden. Menschen mit Tumorerkrankungen können unter Umständen auch einen Mangel an Niacin aufweisen. Grundsätzlich wird Niacin derzeit als Hemmstoff für Tumoren diskutiert, eindeutige Ergebnisse liegen jedoch noch nicht vor. Personen, die aufgrund von entzündlichen Darmerkrankungen an chronischem Durchfall leiden oder übermäßige Mengen an Alkohol zu sich nehmen, gelten als gefährdet, aber auch alle Personen, die sich sehr einseitig ernähren.

Typische Mangelerscheinungen sind Appetitlosigkeit, Erbrechen, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, eine erhöhte Reizbarkeit und depressive Verstimmungen sowie Hautausschläge mit starkem Juckreiz und entzündliche Hauterkrankungen.

Eine akute Überdosierung kann dann entstehen, wenn über einen längeren Zeitraum eine sehr hohe Zufuhr von Vitamin B3 erfolgt ist. Die typischen Anzeichen einer Überdosierung sind Hautausschläge, die meist mit Juckreiz verbunden sind, Durchfall und Erbrechen, aber auch ein starkes Hitzegefühl. Werden weiterhin hohe Dosen von Nicotinsäure zugeführt, können Sodbrennen und Appetitlosigkeit auftreten. Dauerhaft hohe Dosen können sogar zu schweren Leberschäden führen.

Wer Niacin in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen möchte, sollte vorher ein Gespräch mit seinem behandelnden Arzt führen. Im Fall einer gesunden, ausgewogenen Ernährung durch Mischkost ist eine zusätzliche Aufnahme von Niacin nur bei Risikogruppen notwendig. Außerdem sind die Dosierungen immer abhängig von den Lebensumständen und dem allgemeinen Gesundheitszustand. Der Arzt kann ggf. eine sinnvolle Dosierung besser einschätzen.

Monika Celik

21.03.11

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