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Vitamin E (Tocopherol)

Vitamin E ist im Grunde ein Sammelbegriff für sämtliche Vitamine aus der E-Gruppe. Bisher wurden 16 Vitamine entdeckt, die der E-Gruppe zugeordnet werden. Zahlreiche Vitamine aus der Vitamin E-Gruppe werden auch als Tocopherole bezeichnet. Vitamin E gilt als Fruchtbarkeitsvitamin. Entdeckt wurde es Anfang der 20er Jahre durch zwei amerikanische Forscher in den USA. Ende der 30er Jahre konnte die Struktur von Vitamin E geklärt werden, doch erst in den 50er Jahren waren alle bis heute bekannten Vitamine aus der Gruppe E definiert.

Vitamin E erfüllt sehr wichtige Aufgaben im menschlichen Körper, der das Vitamin nicht selbst bilden kann. Es setzt Antioxidanzien frei und schützt so vor freien Radikalen. Darüber hinaus steuert es die Funktionen der Keimdrüsen und wird häufig bei Unfruchtbarkeit angeraten, für die kein medizinischer Grund vorliegt. Die ausreichende Versorgung mit Vitamin E gilt auch als Vorbeugung gegen Krebs und Herzerkrankungen. Grundsätzlich stärkt es die Abwehrkräfte im Körper und schützt vor Arteriosklerose. Auch wirkt es gegen Zellalterung und sorgt für eine schöne, gesunde Haut. Vitamin E weist eine hohe Speicherkapazität auf und wirkt daher auch nach nur einmaliger Einnahme einer höheren Dosierung für längere Zeit. Die Speicherung findet in der Leber und im Fettgewebe statt.

Pflanzliche Öle wie Weizenkeimöl weisen einen besonders hohen Gehalt an Vitamin E auf, aber auch Sonnenblumenöl und Olivenöl gelten als hervorragende und zuverlässige Lieferanten. Das Vitamin ist äußerst hitzestabil – beim Kochen geht es nicht verloren, beim Braten sollten jedoch 140 Grad Celsius nicht überschritten werden, um den Vitamin-E-Gehalt zu bewahren. Im Salat oder in Rohkost verwendet, ist ein Verlust von Vitamin E nicht zu befürchten. Grundsätzlich ist Vitamin E nur in pflanzlichen Produkten enthalten: Neben den genannten Ölen enthalten so gut wie alle Pflanzenöle einen hohen Anteil an Vitamin E. Darüber hinaus findet sich das wertvolle Vitamin in Margarine, in Mandeln, Haselnüssen und Pistazien, in zahlreichen Gemüsesorten sowie in unverarbeitetem Getreide.

Der tägliche Bedarf an Vitamin E liegt bei etwa 10 bis 15 mg für einen erwachsenen Menschen. Bei Rauchern, Menschen mit Herzkrankheiten oder mit schwachen Abwehrkräften, aber auch bei Personen, die unter starkem Stress stehen, liegt ein erhöhter Bedarf an Vitamin E vor. Eine Überdosierung schadet in der Regel nicht. Bis zu etwa 300 mg Vitamin E pro Tag gelten als vollkommen unschädlich. Personen mit einer überhöhten Blutungsneigung sollten jedoch vorsichtig mit Vitamin E umgehen, denn es beeinflusst die Blutgerinnung. Magen-Darm-Probleme werden gelegentlich bei Überdosierung beobachtet. Beim gesunden Menschen wirkt sich eine Überdosierung jedoch kaum schädlich aus. Hautärzte empfehlen ihren Patienten, die an Neurodermitis leiden, eine höhere Dosis Vitamin E, denn nach regelmäßiger Einnahme über mehrere Monate bessern sich die Symptome deutlich.

Mangelerscheinungen tauchen leider trotz guter Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln auch in Deutschland noch immer auf. Rund 50 % der deutschen Bevölkerung gilt als unterversorgt. In südlichen, europäischen Ländern werden seltener Mangelerscheinungen beobachtet, da hier der Bedarf an Vitamin E häufig durch viel Pflanzenöl in den traditionellen Gerichten abgedeckt wird. Bei einseitiger Ernährung und dem dauerhaften Verzicht auf Lebensmittel, die Vitamin E enthalten, kann sich nach einigen Monaten eine allgemeine Leistungsschwäche durch Vitamin-E-Mangel einstellen, aber auch Müdigkeit und Reizbarkeit. Weitere Mangelerscheinungen sind schlecht heilende Wunden und eine trockene, faltig wirkende Haut sowie Konzentrationsstörungen und Leistungsschwäche. Aufgrund der hervorragenden Speicherkapazität von Vitamin E treten Mangelerscheinungen meist erst nach mehreren Jahren der Unterversorgung auf.

Viele Menschen verzichten auf die Verwendung von Öl in der Zubereitung der Nahrungsmittel, weil sie Übergewicht vermeiden möchten oder an Übergewicht leiden. Aber gerade dieser Personengruppe ist die Verwendung von pflanzlichen Ölen angeraten. Der Körper benötigt grundsätzlich etwas Fett und das darin enthaltene Vitamin E beugt der Arteriosklerose vor – einer Erkrankung, an welcher speziell Menschen mit Übergewicht häufig leiden. Vitamin E ist auch in Nüssen enthalten, doch viele Menschen leiden unter einer Nahrungsmittelallergie und können Nüsse nicht zu sich nehmen. Nicht selten zeigen sich dann auch Allergien gegen diverse Pflanzenöle.

Wer die genannten Lebensmittel in seinem Speiseplan nicht integrieren möchte oder kann, sollte auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, um einem Mangel vorzubeugen, bzw. einen schon bestehenden Mangel auszugleichen. Vitamin E ist in der Regel ein gelblicher, zähflüssiger Stoff, der von vielen Herstellern in Kapselform angeboten wird.

Vitamin E kann synthetisch hergestellt werden und erweist sich in der Praxis als ebenso wertvoll wie Vitamin E, das über die Nahrung zugeführt wird.

Monika Celik

21.03.11

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