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Vitamin K (Phyllochinon)

Die Vitamine aus der K-Gruppe gehören zu den fettlöslichen Vitaminen und werden auch als Phyllochinon bezeichnet. Bekannt sind aktuell das Vitamin K1, K2 und K3. Eine wirkliche Bedeutung für den menschlichen Körper haben allerdings nur die Vitamine K1 und K2. Vitamin K ist gegen Sauerstoff stabil, zeigt sich auch gegenüber Hitze sehr stabil, aus diesem Grund entstehen durch das Kochen der Lebensmittel, die Vitamin K enthalten, nur wenige Verluste. Unter Lichteinwirkung wird Vitamin K jedoch sehr schnell inaktiv. Lebensmittel, die Vitamin K enthalten, sollten aus diesem Grund während der Lagerung keinesfalls dem Tageslicht ausgesetzt werden.

Vitamin K ist ein sehr wichtiges Vitamin, das unterschiedliche Funktionen im Körper erfüllt. So ist es beispielsweise an der Blutgerinnung beteiligt, am Knochenstoffwechsel, an der Zellwachstumsregulierung und verhindert die Gefäßverkalkung. Bei der Blutgerinnung überführt es die Gerinnungsfaktoren und reguliert somit die Blutgerinnung. Müssen gerinnungshemmende Medikamente eingenommen werden – dies ist bei einigen Herzerkrankungen der Fall – darf Vitamin K zwar in der üblichen Menge in der Nahrung enthalten sein, darüber hinaus aber keinesfalls zusätzlich zugeführt werden.

Beim Knochenstoffwechsel ist Vitamin K erheblich an der Knochendichte beteiligt. Osteoporosepatienten erhalten aus diesem Grund häufig Vitamin K in Form von Tabletten, die sie einnehmen müssen, um die Knochendichte günstig zu beeinflussen.

Dass Vitamin K vor Arterienverkalkung schützt, gilt bis heute noch als Vermutung. Jedoch wurde beobachtet, dass Verkalkungen häufig bei älteren Menschen vorkommen, bei denen ein Mangel an Vitamin K nachgewiesen werden konnte. Man geht deshalb momentan davon aus, dass Vitamin K hier hilfreich wirkt.

Vitamin K kommt vor allem in Zwiebeln vor, aber auch in Kohlrabi und Salat, in Milch und Milchprodukten sowie in Eiern und Fleisch. Auch grünes Gemüse wie Spinat und Kohl weist einen hohen Gehalt an Vitamin K auf. Da es sich hier um Lebensmittel handelt, die im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung meist regelmäßig verzehrt werden, ist der Bedarf der meisten Menschen an Vitamin K in der Regel gesättigt. Ernährungswissenschaftler gehen sogar davon aus, dass durch eine ausgewogene Ernährung ein Überangebot von Vitamin K entsteht. Vitamin K sollte aus diesem Grund grundsätzlich nicht als Nahrungsergänzungsmittel zusätzlich eingenommen werden, es sei denn, der Speiseplan ist vollständig frei von Lebensmitteln, die das Vitamin enthalten. Meist ist eine zusätzliche Einnahme vollkommen sinnlos, überschüssige Mengen werden ausgeschieden.

Mangelerscheinungen entstehen aus diesem Grund bei gesunden Menschen in der Regel kaum und sind grundsätzlich eher selten. Sie können aber durch gewisse Umstände hervorgerufen werden. Bei Neugeborenen, die zu früh geboren wurden oder falsch ernährt werden, aber auch bei Neugeborenen, die mit einer Leber- oder Gallenerkrankung zur Welt kommen, kann ein Vitamin K-Mangel entstehen, der Mangelblutungen wie beispielsweise Hirnblutungen auslöst. Prophylaktisch wird von daher allen Neugeborenen Vitamin K verabreicht. Insbesondere bei Kindern, die gestillt werden, ist diese Prophylaxemaßnahme sehr wichtig. Muttermilch enthält so gut wie gar kein Vitamin K und grundsätzlich erhalten Neugeborene das für die Blutgerinnung und Knochenbildung so wichtige Vitamin in den ersten Lebenswochen so gut wie gar nicht über die Nahrung.

Eine Überdosierung von Vitamin K wirkt nicht toxisch und ruft daher auch keine Symptome hervor. Überflüssiges Vitamin K wird in der Regel ausgeschieden. Die empfohlene Menge an Vitamin K liegt bei etwa 200 µg (Mikrogramm) pro Tag. Der Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen deckt sich bereits durch den Verzehr von etwa 90 g Kalbsleber oder 10 g Petersilie. Auch eine Menge von etwa 200 g Bratkartoffeln ist bereits ausreichend, um den Tagesbedarf zu decken. In sehr seltenen Fällen einer Überdosierung mit Vitamin K können allergische Hautreaktionen auftreten.

Ein Vitamin-K-Mangel kann allerdings durch chronische Darmerkrankungen, Krebs oder Lebererkrankungen hervorgerufen werden. Auch Lebererkrankungen, die durch Alkoholmissbrauch entstehen, machen sich durch Vitamin-K-Mangel bemerkbar. Grundsätzlich wird in solchen Fällen eine zusätzliche Dosis von Vitamin K in Form von Tabletten verordnet, um den Mangel auszugleichen. Auch eine falsche, einseitige Ernährung kann einen Mangel an Vitamin K hervorrufen. Zahlreiche Medikamente wie beispielsweise Antibiotika oder Medikamente gegen Thrombose erzeugen nicht selten einen Mangel an Vitamin K.

Entdeckt wurde Vitamin K übrigens in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts durch den dänischen Forscher Carl Peter Henrik Dam. Dam hatte die Cholesterinsynthese von Küken untersucht und stellte fest, dass die Küken durch zwei bis drei Wochen mit cholesterinfreier Ernährung an Blutungen unter der Haut sowie in Muskeln und Organen litten. Der Forscher erhielt für die Entdeckung von Vitamin K im Jahre 1943 den Nobelpreis für Medizin.

Monika Celik

21.03.11

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