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Gesund genießen

Eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung ist bei gesunden und chronisch kranken Menschen wichtig, umso mehr aber profitieren chronisch kranke Menschen davon. Gerade chronisch Kranke sollten darauf achten, dass ihr Essen schmackhaft ist und sie sich ihren Appetit bewahren.

Eine günstige Basis ist die Gewichtsregulierung, die nicht nur Übergewicht, sondern auch Untergewicht vermeidet. Und schließlich sichert der Genuss beim Essen ein gutes Stück Lebensqualität. Wie die Nationale Verzehrsstudie II, die vom Max Rubner-Institut (MRI) durchgeführt wurde, zeigt, nehmen die Menschen in Deutschland mit dem, was sie essen, von fast allen Vitaminen im Normalfall ausreichende Mengen auf. Ob Vitamin C oder Vitamin A – die natürlichen Lebensmittel enthalten genug davon, um den Bedarf bei „normaler“ Ernährung zu decken.

Für Folsäure und Vitamin D, liegen die aus dem Verzehr abgeleiteten Aufnahmewerte für die gesamte Bevölkerung unter den Empfehlungen. Für diese beiden Vitamine ist es sinnvoll, neue Strategien zur Verbesserung der Versorgungslage zu entwickeln. „Ein Weg ist die veränderte Lebensmittelauswahl“, so Prof. Gerhard Rechkemmer, Präsident des MRI. „Wer häufiger zu Obst und Gemüse greift, kann seine Folsäureaufnahme positiv beeinflussen.“ Für Vitamin D müsste zunächst geklärt werden, in welchem Umfang die Bildung von Vitamin D aus Vorstufen im Körper unter Einfluss von Sonnenlicht in die Vitamin-Bilanz einbezogen werden muss. Hierzu gibt es in Deutschland bisher noch keine repräsentativen Studien.

Was hingegen schon mehrfach belegt ist: In Europa essen die Menschen meist zuviel Fett und Eiweiß. Fette sollten immerhin nicht mehr als ein Viertel unserer gesamten Energiezufuhr ausmachen. Neben Fleisch enthalten auch Nüsse oder Schokolade viele Fette. Zwei Fleischmahlzeiten (möglichst ohne Innereien) pro Woche sind ausreichend. Wurst lässt sich z. B. durch Hartkäse oder Sojaprodukte ersetzen. Das Gleiche gilt für Eigelb: Zwei pro Woche sind genug.

Ohne große Genusseinbußen lassen sich viele tierische Fette durch Pflanzenöle ersetzen. Ungesättigte Fettsäuren helfen, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken. Auch bei Multipler Sklerose ist die Verwendung von pflanzlichen Ölen und Margarine mit einem hohen Anteil dieser Fettsäuren empfehelenswert.

Hier noch ein paar Tipps:

  • Kochen Sie geeignete Mahlzeiten auf Vorrat und frieren Sie sie ein, so können Sie auch dann auf Fastfood verzichten, wenn es eilt.
  • Schreiben Sie alles, was zur Neige geht, regelmäßig auf eine Liste, dann werden Sie beim Kochen nicht durch unangenehme Lücken im Vorratsregal überrascht.
  • Kaufen Sie immer im gleichen Supermarkt ein. Es spart Energie, wenn Sie nicht nur das Warensortiment im Kopf haben, sondern auch wissen, wo Sie was finden.
  • Richten Sie Ihren Speiseplan nach der Saison und kaufen Sie das Obst und Gemüse, das zzt. aus heimischem Anbau stammt.
  • Verbrauchen Sie frische Waren in den nächsten Tagen, da sonst wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen können. Wenn Sie Obst und Gemüse trotzdem aufbewahren müssen, dann am besten im Kühlschrank (außer Zitrusfrüchten und Bananen) oder an einem kühlen und dunklen Ort.

Quelle: BMS 3/2011

05.01.12

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