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Wandern

Entstehung und Historie

Wandern – für viele Menschen eine der liebsten Sportarten im Outdoorbereich. Das Wandern hat eine lange Tradition und ist ein wichtiger Industriezweig im Tourismus. Ganz sicher wanderte der Mensch schon immer, erstmalig aber wurde im Jahr 1336 eine Wandertour dokumentiert: Der Italiener Francesco Petrarca bestieg mit seinem Bruder den 1.900 m hohen Berg Mont Ventoux. Rein begrifflich wird in etwa seit dieser Zeit vom Wandern gesprochen. Nach Petrarcas Wandertour wurden zahlreiche weitere Dokumentationen zu Wandertouren verfasst. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich das Wandern zum Trend. Zahlreiche Wanderer begaben sich auf große Touren, die sie durch weite Teile Europas führten und von ihnen ausgiebig dokumentiert wurden. Im Jahr 1883 wurde in Fulda der Deutsche Wanderverband gegründet, der noch immer als Dachorganisation der Wandervereine in Deutschland gilt. Im ganzen Land organisierten sich Wandervereine unter dem Dach des Deutschen Wanderverbands und erstellten Wanderkarten und Wegweiser, errichteten Schutzhütten für Wanderer.

Durchführung und Ausrüstung

Wandern – das kann im Prinzip bereits ein ausgiebiger Spaziergang im Gebirge sein. Die heimischen Berge in Deutschland ziehen zwischen dem Frühjahr und dem Herbst immer wieder Wanderlustige in ihren Bann, die kürzere oder längere Touren geplant haben. Der passionierte Wanderer aber plant in der Regel längere Touren, die Tage, Wochen und sogar Monate dauern können. Eine gute Ausrüstung ist dafür unerlässlich – und an dieser Stelle sollte nicht gespart werden. Wanderer auf längeren Touren, in den Bergen, sind häufig auf sich selbst und vor allem auf ihre gute Ausrüstung angewiesen. Falsche Schuhe und falsche Bekleidung können nicht nur den Spaß verderben und die Tour vorzeitig enden lassen, sondern sogar lebensgefährlich werden. Wanderstiefel, Wandersocken und Wanderbekleidung sollten von daher von guten Markenherstellern bezogen werden. Gute Wanderstiefel müssen bequem sein, aber vor allem festen Halt bieten und eine gute Profilsohle aufweisen, denn die Wanderwege im Gebirge können sehr unwegsam sein. Die Bekleidung muss atmungsaktiv sein, aber auch Wärme spenden. Unerlässlich auf längeren Wandertouren sind auch Rucksack, Regencape und Isoliermatte – Dinge, die in einem guten Rucksack Platz finden. Oft sind es auch die Kleinigkeiten, die zählen: Wanderkarte und Kompass sind für Wanderer eine Selbstverständlichkeit, aber das Taschenmesser sollte auch nicht vergessen werden, Reflektoren und Trillerpfeife können unter Umständen Leben retten. Nicht zu vergessen: Die kleine Reiseapotheke. Pflaster, Verbandsmaterial, Medikamente für den Notfall. Die Durchführung einer Wandertour verlangt nach einer guten Planung. Unerfahrene sollten zunächst kleinere Touren planen – und niemals ohne Karte losgehen. Routinierte Wanderer werden automatisch große Touren planen, sich vielleicht mit anderen Wanderern zusammenschließen.

Positive Effekte

Wandern ist sozusagen eine „Breitbandtherapie“. Die positiven Effekte, die das Wandern auf die Gesundheit von Körper und Geist mit sich bringt, sind vielfältig. Zunächst einmal bedeutet Wandern ein gutes Ausdauertraining. Wandertouren sind nur bei Anfängern nach einigen, wenigen Stunden beendet. Erfahrene Wanderer planen größere Touren und bringen hier sportliche Höchstleistungen. Herz- und Kreislauf werden gleichmäßig belastet und stärken sich mit jedem Tag. Das stete Laufen, das Tragen der Ausrüstung, belastet jeden Muskel im Körper und stellt von daher ein hervorragendes Training für den ganzen Körper dar. Die Bewegung an der frischen Luft verbessert die Durchblutung und den Sauerstoffgehalt im Blut.

Verletzungsrisiko

Selbstverständlich birgt das Wandern – wie jede andere Sportart auch – einige Verletzungsrisiken. Wanderer sollten nicht versäumen, sich vor der Wandertour ausreichend vorzubereiten. Ist eine längere Tour geplant, so sollte unbedingt im Vorfeld ein ausreichendes Ausdauertraining stattfinden, damit Herz- und Kreislaufsystem vorbereitet und den Belastungen gewachsen sind. Direkt zu Beginn der Tour darf auf keinen Fall das Aufwärmen und Dehnen vergessen werden. Wandern wird schnell unterschätzt und von vielen Menschen als eine Art ausgiebiger Spaziergang gesehen. In Wahrheit ist das Wandern aber sehr anstrengend und beansprucht fast jeden Muskel im Körper. Wer hier auf ausreichende Vorbereitung verzichtet, riskiert schmerzhafte Zerrungen.

Menschen, die an Herzkrankheiten leiden, dürfen grundsätzlich bedenkenlos wandern, sofern sie körperlich stabil sind. Vom Gebirgswandern jedoch sollte Abstand genommen werden. Je höher der Mensch ins Gebirge aufsteigt, umso dünner wird die Atemluft. Für einen herzkranken Menschen kann das schlimme Auswirkungen haben, auch ist ein ohnehin erkranktes Herz den Anstrengungen häufig nicht gewachsen. Wandern in der Flachlandebene hingegen stellt ein gutes Training für herzkranke, aber stabile Menschen dar.

Auch eine falsche Ausrüstung kann zum Verletzungsrisiko werden. Schuhe, die drücken oder scheuern, können zu schmerzhaften Blasen führen, die sich unter Umständen sogar entzünden können. Nicht selten muss die Tour vorzeitig aus solchen Gründen abgebrochen werden.

Weitere Informationen

Der Deutsche Wanderverband in Kassel ist mit einer eigenen Webseite online. Wanderer, ob Fortgeschrittene oder Anfänger, finden hier zahlreiche Informationen zum Wandern vor, erhalten Auskünfte über geeignete Unterkünfte und schöne Wandertouren.

www.wanderverband.de

08.03.11

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