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Zink

Zink gilt als eines der wichtigsten Spurenelemente für den menschlichen Organismus, der es nicht selbst herstellen kann und es aus diesem Grund über die Nahrung aufnehmen muss. Die Funktionen im Körper sind vielfältig. So ist es im Körper für die Herstellung, aber auch den Abbau von Kohlenhydraten, Lipiden und Proteinen zuständig. Eine ausreichende Versorgung mit Zink begünstigt eine schöne Haut, stabilisiert das Immunsystem, reguliert den Säure-Basen-Haushalt des Blutes, wirkt sich positiv auf die Augen aus, unterstützt die Wahrnehmung der Geschmacksknospen und wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Sexualhormone, der Schilddrüsenhormone und der Wachstumshormone aus, aber auch auf die Bildung des lebenswichtigen Insulins in der Bauchspeicheldrüse.

Der tägliche Bedarf an Zink ist immer abhängig vom Lebensalter, vom Geschlecht, vom allgemeinen Gesundheitszustand und natürlich auch von den Lebensumständen und Gewohnheiten. Ein gesunder, erwachsener Mann hat einen täglichen Bedarf von etwa 10 mg Zink pro Tag. Eine gesunde, erwachsene Frau hingegen hat nur einen Bedarf von etwa 7 mg Zink. Säuglinge bis zu einem Alter von vier Monaten benötigen etwa 1 mg Zink pro Tag, bis zum Alter von 12 Monaten liegt die empfohlene Menge bei 2 mg pro Tag. Zink wird über die Nahrung aufgenommen und im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung wird der Tagesbedarf normalerweise gedeckt. Trotzdem leiden etwa 20 % der Frauen und 30 % der Männer in der deutschen Bevölkerung an Zinkmangel. Schwangere und stillende Frauen haben in der Regel ebenfalls einen erhöhten Zinkbedarf. Allerdings sollte hier eine zusätzliche Einnahme von Zink unbedingt mit dem behandelnden Gynäkologen geklärt werden. Eine höhere Menge an Zink kann Wechselwirkungen mit Eisen hervorrufen. Viele schwangere Frauen müssen jedoch zwingend zusätzlich Eisen einnehmen. Ob beide Spurenelemente eingenommen werden sollten und in welcher Dosierung, sollte letztlich der Arzt entscheiden.

Als wichtigste Lieferanten für Zink gelten tierische Nahrungsmittel wie Leber vom Kalb, Schwein oder Rind, Austern, Weizenkleie und Sonnenblumenkerne. Etwas weniger, aber immer noch ausreichende Mengen von Zink sind in Cashewkernen, Kalbfleisch, Paranüssen, Käse und Haferflocken enthalten. Cornflakes, Joghurt, Gemüse, Kartoffeln, Milch und Obst enthalten nur geringe Mengen Zink. Pflanzliche Nahrungsmittel liefern grundsätzlich weniger Zink als tierische Nahrungsmittel. Veganer und Vegetarier leiden aus diesem Grund nicht selten an einem Zinkmangel. Einige Medikamente wie Blutdrucksenker, orale Verhütungsmittel oder Medikamente zur Chemotherapie können zu einem Zinkmangel führen. Auch lang anhaltender Durchfall kann einen Zinkmangel bewirken. Ein Zinkmangel kann auch im Rahmen von Leistungssport auftreten, denn hier ist der Bedarf erhöht. Das betrifft auch Wachstumsphasen, Schwangerschaft und Stillzeit. Chronische Erkrankungen wie HIV, Neurodermitis, Krebs, Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen oder Diabetes rufen sehr häufig einen Zinkmangel hervor.

Die Symptome eines Zinkmangels sind starker Gewichtsverlust, Depressionen, Lernschwächen, Konzentrationsstörungen und eine allgemeine Antriebsschwäche. Zinkmangel wird auch deutlich durch eine hohe Anfälligkeit für Infekte, eine verzögerte Wundheilung, Hautpilzerkrankungen, starken Haarausfall, brüchige Nägel und Entzündungen der Haut.

Akute Zinkvergiftungen treten in der Regel nur durch das Einatmen von Zinkstaub oder Zinkdampf auf und betreffen vorwiegend Arbeiter in entsprechenden Berufsfeldern. Eine durch Nahrungsergänzungsmittel hervorgerufene Zinkvergiftung kommt so gut wie überhaupt nicht vor. Sie kann nur dann entstehen, wenn über einen längeren Zeitraum mehr als 50 mg Zink pro Tag eingenommen werden. Bei einer derart hohen Dosis bewirkt Zink Wechselwirkungen mit anderen Spurenelementen. Typische Symptome einer Zinkvergiftung sind Kopf- und Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen, häufig auch Durchfall und eine allgemeine Kreislaufschwäche. Nicht selten ist die Atmung beschleunigt und der Betroffene empfindet einen metallischen Geschmack im Mund.

Grundsätzlich spricht nichts gegen eine zusätzliche Aufnahme von Zink in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, die rezeptfrei in der Apotheke, aber auch im Reformhaus und im Supermarkt erhältlich sind. Wer beispielsweise an einer hohen Infektanfälligkeit leidet, kann mit einer mehrwöchigen Einnahme von Zink durchaus sein Immunsystem stärken, aber auch bei Haarausfall und Hautproblemen kann sich eine Kur mit Zink bewähren. Zinkpräparate sollten jedoch nur als eine Art Kur über wenige Wochen eingenommen werden. Die langfristige Einnahme von Zink kann zu einer Störung des Eisenhaushalts im Organismus führen. Die bessere Alternative ist jedoch immer, die Ernährung entsprechend umzustellen und vorzugsweise Nahrungsmittel auf den Speiseplan zu setzen, die hohe Mengen an Zink enthalten.

Zink als Spurenelement ist überdies in zahlreichen Heilsalben und sogar in Pflegecremes für die Gesichtshaut enthalten. Äußerlich angewendet ist das Spurenelement unbedenklich und sorgt für eine gute Wundheilung. Zinksalben können rezeptfrei in Apotheken, Reformhäusern und in Drogerieabteilungen von Supermärkten gekauft werden.

Monika Celik

21.03.11

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