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Zahlreiche Menschen in Deutschland leiden unter Verdauungsbeschwerden wie Bauchschmerzen nach dem Essen oder Blähungen.
Diese Probleme können auf Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten zurückzuführen sein, was jedoch oft nicht bekannt ist. Welche Speisen im Einzelfall nicht vertragen werden, lässt sich aber herausfinden und eine gezielte Ernährungsumstellung kann dem Auftreten der Beschwerden vorbeugen.
Hilfestellungen dabei will die Initiative “Fit for Food” geben. Auf ihrer Internetseite bietet die Projektgruppe beispielsweise Informationen und verschiedene Broschüren zum kostenlosen Herunterladen an. Darin berichten die Experten unter anderem, dass eine “Behandlung” der Verdauungsschwierigkeiten in Eigeninitiative zu weiteren Problemen führen kann: Wird beispielsweise aufgrund einer vermuteten Unverträglichkeit vollständig auf eine ganze Nahrungsmittelgruppe verzichtet, kann dies Mangelerscheinungen nach sich ziehen. So wäre es zum Beispiel für den Körper eine Belastung, sämtliches Gemüse vom Speiseplan zu streichen, weil nach dem Verzehr frischer Nahrungsmittel mitunter Darmprobleme auftreten.
Oft kann es helfen, mit einem Ernährungstagebuch die einzelnen Auslöser exakt einzugrenzen. So kann sich unter anderem herausstellen, dass Bohnen und Kohl schlecht vertragen werden, dafür aber andere Gemüsesorten problemlos den Verdauungstrakt passieren. In solchen Fällen liegt oft eine sogenannte Oligosaccharid-Intoleranz vor, die nur eine der vielen möglichen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten ist.
Häufig muss trotz einer solchen Unverträglichkeit nicht komplett auf ein entsprechendes Lebensmittel verzichtet werden. Führen die Betroffenen ihren Verdauungsorganen mit Tabletten bestimmte Enzyme zu, kann dies die Verarbeitung der Nahrungsmittel im Körper verbessern und die Verdauungsprobleme lindern oder gar beheben. Unterstützung im Umgang mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten bieten Ärzte, Apotheken und Ernährungsberater.
Quelle: Medical Press
03.11.10