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Wo „glutenfrei“ draufsteht, ist auch kein Gluten drin

21.02.08.

Zwischen September und Dezember 2006 hat das Institut für Hygiene und Umwelt der Gesundheitsbehörde 36 als „glutenfrei“ gekennzeichnete Proben Gebäck, Brot und Säuglingsnahrung sowie Reisprodukte auf das Getreide-Eiweiß Gluten untersucht. Ergebnis: Fast alle Proben waren glutenfrei und somit für eine besondere Ernährung bei der Krankheit Zöliakie geeignet.

Zöliakie ist eine chronische Erkrankung des Dünndarms aufgrund einer Überempfindlichkeit gegen das Eiweiß Gluten, das in Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer vorkommt. An Zöliakie erkrankte Menschen – in Deutschland etwa 100.000 – sind deshalb auf eine glutenfreie Ernährung angewiesen. Ob die so gekennzeichneten Lebensmittel tatsächlich kein Gluten enthalten, war Gegenstand einer Schwerpunktaktion im Lebensmittellabor des Hamburger Instituts für Hygiene und Umwelt.

Überprüft wurde süßes und salziges Gebäck, Brot und Säuglingsnahrung mit dem Hinweis „glutenfrei“. Zudem wurden Reiswaffeln und andere Produkte aus Reis, der kein Gluten enthält, auf Verunreinigung mit glutenhaltigem Getreide untersucht. Die jetzt abgeschlossene Untersuchungsreihe zeigt: Bei 31 von 36 Proben war gar kein Gluten nachweisbar. Bei vier Proben waren lediglich Spuren an Gluten im Bereich der Nachweisgrenze enthalten. Nur bei einer Probe war der Grenzwert von 20 Milligramm pro Kilogramm geringfügig überschritten.

Fazit: Menschen, die an Zöliakie leiden, können sich diesem Untersuchungsergebnis zufolge in der Regel darauf verlassen, dass Lebensmittel mit der Kennzeichnung „glutenfrei“ auch für sie wirklich verträglich sind.

Quelle: Institut für Hygiene und Umwelt

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