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Akne in der Pubertät

Entzündliche Pickel im Gesicht, auf der Brust oder am Rücken sind typische Aknemerkmale. Die häufigste Form von Akne ist eine leichte bis mittelschwere Akne mit Papeln und Pusteln im Gesicht.

Hautpflege bei Akne

Der Haartalgdrüsenapparat wird in der Pubertät mit Hormonen angeregt und es kommt zu einer vermehrten Talgproduktion. Es entstehen Entzündungen, die durch Bakterien verstärkt werden und so entstehen Pickel auf der Haut. Die Hautpflege spielt eine wichtige Rolle: „Bei der Hautpflege sollten Präparate verwendet werden, die nicht noch zusätzlich Fett auf die Haut auftragen, sondern eher Gele und austrocknende Präparate, die im besten Fall auch anti-entzündlich wirken und die Verklebung der Hornzellen hemmen. Solche Pflegeprodukte können die Aknebehandlung unterstützen“, sagt Prof. Dr. Ochsendorf, Frankfurt.

Ausdrücken sollte man die Pickel nicht selbst, weil es passieren kann, dass sich dadurch die Entzündungsansammlung noch weiter ins Gewebe drücken. Auf diese Weise können Aknenarben entstehen. Sinnvoller ist es, zur Dermatokosmetik gehen. „Eine professionelle Kosmetikerin kann mithilfe von heißen Umschlägen dazu beitragen, dass sich die Pusteln öffnen und so auch schneller wieder verschwinden“, sagt Prof. Ochsendorf. Für das psychische Wohlbefinden kann es unterstützend sein, die Akne mit Camouflage oder Make-up abzudecken. Dafür gibt es spezielle Produkte, die auf fettige Haut abgestimmt sind.

Therapie und Nebenwirkungen

Zur Behandlung von Akne werden häufig Fixkombinationen eingesetzt, die mehrere Wirkstoffe in einer Salbe enthalten. „Bei einer leicht entzündlichen Form der Akne hilft Vitamin-A-Säure in Form einer Creme. Bei stärkeren Entzündungen sind Fixkombinationen wirksamer, z. B. Benzoylperoxid/Vitamin-A-Säure, Benzoylperoxid/Clindamycin oder Vitamin-A-Säure/Clindamycin. Sobald die Akne ausgeprägter ist, mit stark entzündlichen Hautstellen im Gesicht oder wenn ganze Areale am Rücken betroffen sind, dann wird meistens auch eine systemische Therapie, d. h., innerlich mit Medikamenten, angewendet“, erläutert Prof. Ochsendorf. Die systemische Therapie umfasst die Einnahme eines Antibiotikums, das eine anti-entzündliche Wirkung hat und die Entzündung hemmt. Das Antibiotikum wird über einen Zeitraum von mehreren Wochen eingenommen. Anschließend wird die Aknebehandlung mit einer lokalen Therapie, d. h., mit Salben und Cremes, fortgeführt.

Ein Vitamin-A-Präparat, das in Tablettenform eingenommen wird, gehört ebenfalls zur systemischen Therapie von Akne. „Diese Therapie hat den Vorteil, dass die Akne nach vier bis sechs Monaten dauerhaft verschwindet. Bei anderen Therapien kann es immer wieder passieren, dass die Entzündungen wieder kommen, sobald man die Therapie absetzt“, so Prof. Ochsendorf. Bei dem Vitamin-A-Präparat handelt es sich um ein hochwirksames Medikament, das auch mit Nebenwirkungen verbunden ist.

„Es kann zu trockenen Lippen und Schleimhäuten kommen. Die Nase kann auch häufiger mal bluten. Leberwerte und Blutfette müssen kontrolliert werden, weil diese vorübergehend ansteigen können“, so Prof. Ochsendorf. Bei der Einnahme müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. So sollten Frauen z. B. nicht schwanger sein oder werden, weil es ansonsten zu Missbildungen beim Kind kommen kann. Die Nebenwirkungen sind dosisabhängig, sobald das Medikament wieder abgesetzt wird, verschwinden i. d. R. auch die Nebenwirkungen wieder. Teilweise kann die Behandlung von Akne langwierig sein. Das Wichtigste dabei ist, dass der Patient nicht verzweifelt. „Wenn Arzt und Patient zusammenarbeiten, lässt sich die Akne auch gut in den Griff bekommen“, sagt Prof. Ochsendorf.

Quelle: Patient und Haut 1/2015

20.01.16

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