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Allergie und Klassenfahrt

Damit auch Kinder, die von einer Allergie betroffen sind, mit auf Klassenfahrt gehen können, sollten sich die Eltern vor der Fahrt rechtzeitig mit den Lehrkräften austauschen und diese über die besonderen Bedürfnisse ihres Kindes unterrichten. Denn die Lehrkräfte müssen u. U. einiges organisieren, um den Allergikern unter ihren Schülern einen reibungslosen Verlauf der Klassenreise zu ermöglichen.

Doch nicht nur das: Auch Eltern müssen einige Vorkehrungen treffen, z. B. eine ausreichende Menge der notwendigen Medikamenten sowie ein Set mit Notfallmedikamenten besorgen, die das Kind im Bedarfsfall nehmen kann. Auch sollte das Kind zuvor an einer Schulung teilnehmen, auf der es nicht nur den richtigen Umgang mit den Medikamenten lernt, sondern auf der dem Kind auch erklärt wird, was es im täglichen Leben beachten muss.

Verpflegung vor Ort

Die meisten Jugendherbergen, Jugendhotels und Hostels sind mittlerweile darauf eingestellt, Speisen für Menschen mit Allergien bereitzuhalten. So gibt es in vielen Unterkünften nicht nur gluten-, sondern auch laktosefreies Essen. Trotzdem sollten die Lehrkräfte oder die Eltern gezielt nachfragen, wie es in der Unterkunft mit einer speziellen Kost für die jeweilige Nahrungsmittelallergie oder -intoleranz aussieht.

Die Kinder müssen zudem selbst wissen, welche Nahrungsmittel sie zu sich nehmen dürfen und welche sie meiden müssen. Den anderen mitfahrenden Kindern und Jugendlichen muss klargemacht werden, dass sie ihr Essen nicht einfach mit ihrem Freund teilen dürfen, weil dies u. U. gefährlich sein kann. Sinnvoll kann es sein, auf dem vorbereitenden Elternabend die anderen Eltern zu informieren, damit diese die Information an ihre Kinder weiterleiten können.

Hausstaubmilben und Pollen

Ist ihr Kind gegen Hausstaubmilben allergisch, sollten Eltern in der Unterkunft nachfragen, ob diese spezielle Bettwäsche für Hausstaubmilbenallergiker vorhält. Ist dies nicht der Fall, kann das Kind eigene Bettwäsche mitnehmen. In der Pollenflugzeit können sich Eltern auch danach erkundigen, ob die Fenster über Pollenschutzgitter verfügen. Selbst wenn das der Fall sein sollte, müssen sich Eltern im Klaren darüber sein, dass es sich auf einer Klassenfahrt voraussichtlich nicht vermeiden lässt, dass das Kind mit den Pollen in Kontakt kommt, auf die es allergisch reagiert. Denn i. d. R. halten sich die Kinder auf einer solchen Reise oft im Freien auf, wo es keinen Schutz vor Pollen gibt. In manchen Fällen, etwa bei unkontrolliertem allergischen Asthma, kann es daher sinnvoll sein, das Kind nicht mit auf die Reise zu schicken. Da eine Klassenreise jedoch etwas Besonderes ist und den Klassenzusammenhalt stärkt, sollten sich Eltern diesen Entschluss reiflich überlegen und alle Hebel in Bewegung setzen, damit das Kind mitfahren kann. Es kann sich z. B. lohnen, noch einmal mit dem Arzt zu sprechen und ggf. die Therapie anzupassen, um die Allergie unter Kontrolle zu bringen.

Quelle: allergikus 4/2016

12.04.17

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