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Allergisches Asthma: Experten setzen auf immunmodulatorische Ansätze

13.06.08.

Wie Prof. Dr. Roland Buhl, Pneumologe an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, beim diesjährigen Pneumologenkongress erläuterte, werde zukünftig die immunmodulatorische Therapie bei der Behandlung von Patienten, die an einem allergischen Asthma leiden, vermutlich eine größere Rolle spielen.

Bei einem Großteil der Betroffenen könne mit den zzt. verfügbaren Therapeutika eine erfolgreiche Kontrolle der Erkrankung erzielt werden, so Prof. Buhl laut Ärzte Zeitung. Da die Zahl der Asthmatiker jedoch steige, sei die Erwägung neuer Behandlungsstrategien, bei der speziell der immunmodulatorischen Therapie eine besondere Bedeutung zukomme, angeraten.

Methoden wie der Einsatz mikrobieller Adjuvanzien oder die Hemmung von T-Zellen befänden sich momentan noch im Entwicklungsstadium,während die SIT (spezifische Immuntherapie) sowie die Behandlung mit dem molekularen Antikörper Omalizumab in der Asthmatherapie bereits etabliert seien. Gegenwärtig werde auch die Hemmung von Effektorzytokinen erprobt, so Buhl. Bei Patienten mit einer schweren Asthmaerkrankung sei in einer kleinen Studie nach Gabe des löslichen TNF-Rezeptors Etanercept (ein Arzneistoff, der zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen und Psoriasis eingesetzt wird) eine Symptomverringerung gezeigt worden. Auch auf die Lungenfunktion und die Überempfindlichkeit der Bronchien habe diese Behandlungsvariante einen positiven Effekt gehabt. Das Immunsuppressivum Infliximab wiederum habe sich besonders bei Patienten mit mittelgradiger Erkrankung bewährt. Bei einer kleinen Gruppe von Betroffenen könne die rekombinante IL-4-Variante Pitrakinra allergische Spätreaktionen verhindern. Diese Beispiele, so Prof. Buhl, seien ermutigend und .sprächen für eine mögliche Effektivität immunmodulatorischer Therapieansätze.

Aus „allergikus“ 2/08

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