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Heuschnupfen-Mittel nicht mit Grapefruitsaft einnehmen

11.05.09.

Eine Hand greift nach einer Flasche Wasser

Shutterstock

Der relativ neue Wirkstoff Rupatidin gegen Heuschnupfen darf nicht zusammen mit Statinen oder Grapefruitsaft eingenommen werden.
«Grapefruitsaft stört den Abbau des Medikaments, so dass dessen Wirkung um das 3,5-Fache verstärkt wird», warnt Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie. Bei der Einnahme von Statinen sei zudem Vorsicht geboten, da das Risiko für unerwünschte Wechselwirkungen mit Rupatidin noch unbekannt sei.

Ansonsten können Medikamente mit dem Wirkstoff Rupatidin nach Angaben des Leiters der Lungenfachklinik Kloster Grafschaft in Schmallenberg Heuschnupfen-Beschwerden aber besonders schnell lindern. «Das Besondere an Rupatidin ist sein zweifacher Wirkmechanismus», erklärt Köhler: Im Vergleich zu anderen Antihistaminika unterdrücke die Arznei nicht nur Auswirkungen des Botenstoffs Histamins, sondern hemme auch eine Substanz, die eine zentrale Rolle bei der Auslösung allergischer Reaktionen spiele und für einige Spätwirkungen bei Entzündungen verantwortlich sei.

«Daher hilft Rupatidin nicht nur gegen die akuten Beschwerden bei Heuschnupfen, sondern kann auch zur Therapie von chronischer Nesselsucht ingesetzt werden», sagt Köhler. Die Wirkung trete bereits 15 Minuten nach Kontakt mit einem Allergie-Auslöser ein und halte dann bis zu zwölf Wochen an. Ein weiterer Vorteil gegenüber manchen anderen Antihistaminika sei, dass Rupatidin die Fahrtüchtigkeit der Patienten nicht beeinträchtige.

Quelle: The Associated Press

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