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Schutzfunktionen der Haut müssen erst reifen

24.02.09.

Wichtige Schutzfunktionen der Haut sind bei Säuglingen und Kleinkindern noch nicht vollständig entwickelt. So erreichen Säureschutzmantel und Hornschicht, die die eigentliche Barriere gegen Umwelteinflüsse bilden, erst im Kindesalter ihre volle Widerstandsfähigkeit. Babyhaut ist folglich noch sehr empfindlich, reagiert schneller auf äußere Reize und muss vor Feuchtigkeitsverlust geschützt werden.

Der noch nicht voll entwickelte Eigenschutz der Babyhaut stellt Eltern vor eine besondere Herausforderung. Sie sollten die Haut ihres Kindes daher genau beobachten und sie auf eventuell auftretende Irritationen oder Reizungen untersuchen. Eindeutige Anzeichen für einen Pflegebedarf sind Rauigkeit, Schuppung oder leichte Rötungen der Haut. Diese Symptome sind meist mehr als ein kosmetisches Problem und bedürfen besonderer Aufmerksamkeit und Pflege. Entsprechende Hautstellen sollten täglich, mindestens aber nach dem Baden oder Waschen, mit einer milden Lotion eingecremt werden. Ist die Haut des Kindes stärker gereizt, entzündet oder kratzt es sich häufig, sind Kinder- oder Hautärzte die richtigen Ansprechpartner, um geeignete Pflegemaßnahmen aufzuzeigen oder eine wirksame Behandlung einzuleiten.

Cremes nicht zu dick auftragen

Mit der richtigen Pflege wird Babyhaut von Tag zu Tag widerstandsfähiger und bildet bald einen Schutzschild gegen Einflüsse von außen. Da Babys Haut nur wenig Talg produziert und damit zur Trockenheit neigt, sind Öle, Cremes und Lotionen für die notwendige Rückfettung sinnvoll. Babys und Kleinkinder dabei lieber häufiger als zu dick eincremen: Ist die Fettschicht auf der Haut zu dick, können die Poren verstopfen und Hautunreinheiten entstehen.

Die Pflegeprodukte sollten sich auch gut auf der Haut verteilen lassen und rasch einziehen, da kleine Kinder das Eincremen sonst als unangenehm empfinden.

Bei aller Unterstützung für die Haut darf die Pflege aber nicht zur Belastung werden. Für die Babyhaut sollten daher Pflegeprodukte verwendet werden, die weitestgehend auf synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe verzichten. Gute Produkte enthalten auch keine Rohstoffe auf Mineralölbasis, sondern hochwertige Pflanzenöle, die tief in die Haut eindringen und sie in ihrer Aufgabe als Barriere gegen schädliche Einflüsse unterstützen. „Gerade in Produkten für die Babyhautpflege haben Paraffine als Ersatz für hochwertige pflanzliche Öle nichts zu suchen“, betont Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe.

Wie sich Babys Haut in ihren Aufgaben und Funktionen durch richtige Pflege unterstützen lässt, zeigt die DHA-Broschüre „Babys Haut gesund pflegen“.

Dort erfahren Eltern, was es mit kindlichen Hautproblemen wie Milchschorf oder Säuglingsakne auf sich hat und worauf es bei der Pflege der empfindlichen Haut ankommt. Die kostenlose Broschüre kann im Internet oder auf dem Postweg angefordert werden bei: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-hautpflege.de.

Quelle: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e. V.

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