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Warum macht man beim Niesen die Augen zu?

02.08.07.

Niesen bei Heuschnupfen

Shutterstock

Ob man will oder nicht: Wer niest, ist für einen Augenblick „blind“. Denn beim Niesen macht man ganz automatisch die Augen zu. Selbst wenn man bewusst versuchen wollte, die Augen offen zu halten, gelänge das nicht. Denn Niesen und das gleichzeitige Augenschließen ist ein natürlicher körperlicher Reflex.

Der Niesreflex kann durch Fremdkörper oder Entzündungen der Nasenschleimhaut, aber auch durch Schauen in helles Licht ausgelöst werden. Gelangt beispielsweise ein Staubkorn in die Nase, reizt es dort Sinneszellen. Die wiederum aktivieren das vegetative Nervensystem im Rückenmark als Schaltzelle der Reflexe: Ein Signal veranlasst einen Bewegungsimpuls im Zwerchfell, dessen Muskeln Luft zusammenballen und in die Stirnhöhle schicken. Dort entsteht ein Luftdruck, der sich beim Niesen wie eine Explosion entlädt. Da das Schließen der Augen ebenfalls ein Reflex ist, kann man nichts dagegen tun.

Bis heute weiß man nicht genau, wozu dieser Reflex eigentlich gut sein soll. Man vermutet, dass eventuell durch das Schließen der Augenlider die Augen vor Überdruck geschützt werden sollen, weil beim Niesen ein großer Druck entsteht. Wahrscheinlicher aber ist, dass mit dem Augenschließen einfach verhindert werden soll, dass im Nasensekret enthaltene Bakterien oder Viren in die Augen gelangen.

In jedem Fall kann der Niesreflex in bestimmten Fällen sogar unangenehme Folgen haben: Denn geschlossene Augen nach einer mehrmaligen Niesattacke zum Beispiel könnten beim Autofahren durchaus zu Unfällen führen. So sollen Allergiker ein bis zu 30 Prozent höheres Unfallrisiko im Straßenverkehr als gesunde Menschen haben. Heftiges Niesen und tränende Augen seien nicht nur lästig, sondern könnten auch zum Sicherheitsrisiko werden, warnt der geschäftsführende Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe, Erhard Hackler. Während der Fahrer ins Taschentuch niese, lege der Wagen viele Meter im Blindflug zurück.
Aber „Schnupfnasen“ sollten ja sowieso besser im Bett bleiben…

Quelle: DGK

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