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So schützen Sie Ihr Baby vor Allergien

(dgk) Bereits jedes dritte Kind leidet an einer allergischen Erkrankung. Bei Babys und Kleinkindern zeigen sich die Beschwerden vor allem durch Hautausschläge, Juckreiz, Durchfall oder Erbrechen. Die atopische Dermatitis, umgangssprachlich als Neurodermitis bezeichnet, ist bei Kindern die häufigste chronische Hauterkrankung und sehr häufig mit Allergien gekoppelt.

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Verständlich, dass viele Eltern sich sorgen, wie sie ihren Nachwuchs davor schützen können. Auch für die medizinische Forschung stellt diese Frage eine besondere Herausforderung dar. Die unabhängige GINI-Studie (German Infant Nutritional Intervention) befasst sich seit 1995 mit den Möglichkeiten der Allergievorbeugung durch die richtige Ernährung von Säuglingen. Mit ursprünglich 2.252 untersuchten Kindern handelt es sich um die weltweit größte Langzeitstudie zur Allergieprävention. Beteiligt sind das Marien-Hospital Wesel, die Ludwig-Maximilians-Universität in München, die Technische Universität München und das Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg. Die Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Stiftung für Kindergesundheit unterstützt.

Bereits die ersten Veröffentlichungen zur GINI-Studie brachten spannende Ergebnisse. So wurde die Empfehlung zum Stillen bestätigt: Ausschließliches Stillen während der ersten vier Lebensmonate verringert die Häufigkeit allergischer Erkrankungen um die Hälfte.

Wenn die Muttermilch nicht ausreicht oder die Mutter nicht stillen kann, kommt Säuglingsnahrung zum Einsatz. Für allergiegefährdete Babys empfehlen die allergologischen Fachgesellschaften allergenarme Nahrung, die so genannte hypoallergene oder HA-Nahrung.
Die GINI-Wissenschaftler verglichen drei allergenarme Babynahrungen mit einer herkömmlichen Säuglingsmilchnahrung und kamen zu einem unerwarteten Ergebnis: Nicht jede der untersuchten allergenarmen Nahrungen hatte tatsächlich eine allergievorbeugende Wirkung. Nur eine der HA-Nahrungen (Beba H.A.) sowie eine therapeutische Spezialnahrung (Nutramigen) zeigten jedoch einen deutlichen Effekt: Sie senkten das Risiko für eine atopische Dermatitis etwa um die Hälfte.

Wie bedeutsam die richtige Ernährung in den ersten Lebensmonaten auch für die weitere Gesundheit ist, bekräftigen die neuesten Ergebnisse der Untersuchung. Sie dokumentieren die Entwicklung der teilnehmenden Kinder bis zum dritten Lebensjahr.

Danach hält die allergievorbeugende Wirkung der genannten Säuglingsnahrungen auch über den Zeitraum der Fläschchenfütterung hinaus an: Verglichen mit den Kindern, die in den ersten Lebensmonaten eine herkömmliche Säuglingsnahrung erhalten hatten, waren nur halb so viele Kinder bis zu ihrem dritten Geburtstag an atopischer Dermatitis erkrankt.

Fazit: Die richtige Ernährung in den ersten Lebenswochen und -monaten spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit eines Kindes. Stillen wie auch eine wissenschaftlich geprüfte hypoallergene Nahrung senken das Allergierisiko etwa um die Hälfte.

Quelle: Deutsches Grünes Kreuz

06.06.07

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