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Allergien und Asthma

Generell können zwei unterschiedliche Formen von Asthma unterschieden werden: zum einen das allergische oder auch extrinsische, zum anderen das nicht-allergische oder auch intrinsische Asthma. Häufig gibt es aber Mischformen.

Mögliche Auslöser beim allergischen Asthma können Hausstaubmilben, Tierhaare, Pollen oder Schimmelpilze u. v. m. sein. Auch Berufsallergene können bei Erwachsenen eine Bedeutung haben.

Wird z. B. eine Pollenallergie nicht therapiert, sind die Schleimhäute der oberen Atemwege dauerhaft gereizt und dies kann zu einem sog. Etagenwechsel führen. Hierbei entzünden sich dann u. a. die Bronchien, was zur Entstehung eines Asthmas beiträgt.

Allergien sind ein großer Risikofaktor für die Entstehung von Asthma

Allergien sind ein großer Risikofaktor für die Entwicklung eines Asthmas im Kindes- und Jugendalter. Und auch bei Erwachsenen sind oft Allergien, diejenigen, die die Erkrankung auslösen können. Hierüber informiert die Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma.

Wie die Lungenärzte im Netz berichten, führen Allergene zu einer sog. allergischen Frühreaktion, wobei vermehrt Immunglobulin E gebildet werden. Danach folgt die sog. Spätreaktion, die Asthmasymptome hervorruft. Im Verlauf der Erkrankung können eine erhöhte Exposition (einem Stoff ausgesetzt sein) der individuellen Allergene (z. B. Schimmelpilze oder Pollen) eine akute Verschlimmerung zur Folge haben. Aus einer Pollenallergie kann sich durch den Etagenwechsel (Wechsel von den oberen in die unteren Atemwege) ein Asthma entwickeln.

Diagnostik bei allergischem Asthma

Es muss abgeklärt werden, welche Allergene das Asthma auslösen und es im weiteren Verlauf ggf. verschlimmern könnten. Dafür wird zuerst ein Anamnesegespräch geführt, das u. a. mögliche schon bekannte Allergien abfragt. Des Weiteren wird i. d. R. ein Pricktest durchgeführt. U. U. erfolgen auch Bluttests, die ein spezifisches Immunglobulin nachweisen können. Bei Komplikationen oder im Zweifel können zusätzlich bronchiale oder nasale Provokationstests durchgeführt werden.

Therapie

Die Vermeidung der auslösenden Allergene ist der wichtigste Aspekt in der Therapie. Wenn der Betroffene z. B. auf Pollen reagiert, sollte er möglichst vermeiden, sich diesem Allergen in größerer Menge auszusetzen. Über Polleninformationsdienste kann sich der Betroffene über die Pollenbelastung vor Ort informieren. Bei einer sehr großen Pollenbelastung sollte er sich nicht zu lange im Freien aufhalten. Während und nach einem Regen ist die Pollenbelastung in der Luft i. d. R. geringer. Durch Luftfilter/Pollengitter kann i. d. R. die Innenraumbelastung minimiert werden. Bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben können z. B. sog. Encasings (milbendichte Bezüge für Matratzen und Bettzeug) die Belastung verringern. Spezielle Staubsauger minimieren die Belastung beim Staubsaugen. Sollten Schimmelpilze eine allergische Reaktion provozieren, kann u. U. eine Entfernung des Schimmelpilzes ggf. durch Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sein. Es sollte regelmäßig gelüftet werden, um die Luftfeuchtigkeit zu minimieren. Bei Topfpflanzen können sich ggf. auf der Erde auch Schimmelpilze entwickeln. Wenn eine Tierhaarallergie bestehen sollte, muss der Kontakt mit fell- oder federtragenden Tieren wenn möglich vermieden werden.

Spezifische Immuntherapie

Es kann zur regulären Asthmatherapie ggf. eine spezifische Immuntherapie durchgeführt werden. Bei der allergenspezifischen subkutanen Immuntherapie (SCIT) wird über einen längeren Zeitraum eine Dosis mit Allergenen injiziert, um das Immunsystem an das Allergen zu „gewöhnen“. Nach der Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma muss bei einem Patienten individuell entschieden werden, ob diese sinnvoll ist. So muss ein geeigneter Extrakt vorhanden sein und die Wirksamkeit der Therapie für die entsprechende Indikation muss durch Studien belegt sein. Da es ggf. auch zu schweren allergischen Reaktionen kommen kann, sollte sie bei unkontrollierten bzw. schwergradigem Asthma mit einem FEV1 ≤ 70% des Sollwertes bei Erwachsenen nicht durchgeführt werden. Sie kann unter bestimmten Voraussetzungen bei einem stabilen Asthma indiziert sein: wenn der allergische Auslöser eindeutig ermittelt wurde und die Vermeidung des Allergens nicht zu einer Kontrolle des Asthmas führt oder überhaupt nicht möglich ist. Da für die allergenspezifische sublinguale, also mittels Tropfen durchgeführte Immuntherapie (SLIT) bislang nur begrenzte wissenschaftliche Daten vorliegen, wird diese Therapie nur im Einzelfall bei Erwachsenen empfohlen, bei Kindern wird sie in steigendem Maße und mit durchaus positiven Ergebnissen durchgeführt.

Anti-IgE-Behandlung

Zur Behandlung eines schweren allergischen Asthmas kann, laut der Broschüre Allergische Erkrankungen der Atemwege der Deutschen Atemwegsliga, auch ein monoklonaler Anti-IgE-Antikörper verabreicht werden. Dieser soll das Immunglobulin binden, das sonst allergische Reaktionen auslöst. Die Anti-IgE-Behandlung wird, laut der Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma, nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt:

  • ein positiver Test gegen ein Aeroallergen, das ganzjährig vorhanden ist

und

  • eine Lungenfunktion, die eingeschränkt ist (FEV1 < 80%), dies gilt für Jugendliche ab zwölf Jahren und Erwachsenen

und

  • häufiges Auftreten von Beschwerden am Tag und Erwachen in der Nacht aufgrund von Beschwerden

und

  • schwere, mehrmalige Verschlechterungen (Exazerbationen) trotz der Behandlung mit hoch dosierten lang wirkende Beta-2-Sympathomimetika und inhalative Kortikosteroide

und

  • dass die zu benötigende Menge des Wirkstoffs Omalizumab die Maximalgrenze nicht überschreitet. Dies ist abhängig von der IgE-Konzentration im Blut und dem Körpergewicht des Patienten

Quelle: COPD und Asthma 3/2014

25.02.15

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