- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Allergien - Allergie - Kinder und Jugendliche - Allergien im Teenageralter

Allergien im Teenageralter

Kommen Kinder ins Teenageralter, wollen sich die meisten von ihnen von ihren Eltern abgrenzen. Außerdem möchten sie nicht anders sein als andere Jugendliche in ihrem Alter und genau dieselben Dinge machen, die alle tun. Das kann jedoch bei Jugendlichen mit einer Allergie u. U. schwierig sein, z. B. bei einer Nahrungsmittelallergie ein Fast-Food-Restaurant aufsuchen.

Andere Jugendliche lassen vielleicht ihr Asthmaspray oder ihre Notfallmedikamente zu Hause, weil sie nicht auffallen wollen, wenn sie mit Freunden unterwegs sind. All dies bringt sie u. U. in eine gefährliche Lage. Mischen sich dann die Eltern ein und machen ihren Kindern Vorschriften, reagieren die Jugendlichen z. T. sogar noch verstockter. Eine komplizierte Situation – sowohl für die Eltern als auch für die Jugendlichen selbst.

Mut machen

Einige Jugendliche verschweigen ihren Freunden ihre Allergie, weil sie Angst haben, ihretwegen ausgegrenzt zu werden. Stellen Eltern fest, dass ihr Kind aus seiner Allergie ein Geheimnis macht, sollten sie das Gespräch mit ihm suchen, selbst wenn das nicht immer einfach ist. Manchmal kann es daher sinnvoll sein, das Kind nicht direkt auf sein Verhalten anzusprechen, sondern stattdessen von einer ähnlichen Begebenheit aus der eigenen Jugend zu berichten. Vielleicht gibt es etwas, für das sich die Eltern vor den eigenen Freunden geschämt haben, für das die Freunde jedoch Verständnis aufbrachten, als sie es erfahren haben. Oft versteht das Kind bereits, was seine Eltern ihm mit ihrer Geschichte sagen wollen, ohne dass sie ihrem Kind direkte Anweisungen machen müssen, gegen die es sich u. U. auflehnt.

Zudem machen solche Erfahrungsberichte Mut, obwohl viele Jugendliche das nicht zugeben würden. Eltern sollten ihrem Kind jedoch auch deutlich machen, dass wirkliche Freunde zu einem halten, egal, was passiert. Tun sie das nicht, sind es i. d. R. keine richtigen Freunde. Unabhängig davon, wie die Gespräche mit ihren Kindern ausgehen, eines sollten Eltern besser unterlassen: Ihrem Kind zu verbieten, mit seinen Freunden etwas zu unternehmen, wenn es bestimmte Verhaltensregeln nicht befolgt. Denn Verbote lassen die meisten Jugendlichen nur noch trotziger werden.

Wenn das Kind einen Fehler macht …

… und z. B. sein Asthmaspray zu Treffen mit Freunden nicht mitnimmt, sollten Eltern ihm keine Vorwürfe machen, denn auch mit Vorwürfen erreicht man meistens das Gegenteil von dem, was man erreichen möchte. Stattdessen sollten sie es beiseite nehmen und ihm deutlich machen, dass sie jederzeit für ihr Kind da sind, auch und gerade in Notsituationen. Das beinhaltet, dass das Kind in jeder Situation bei seinen Eltern anrufen kann und sie ihm selbst dann helfen, wenn es sich selbst in eine schwierige Lage gebracht hat.

Trotzdem sollten Eltern ihrem Kind bewusst machen, dass sie sich sorgen, wenn es seine Medikamente zu Hause lässt oder mit Nahrungsmitteln experimentiert, von denen bekannt ist, dass sie allergische oder Unverträglichkeitsreaktionen auslösen. Möglicherweise erscheint es so, als höre das Kind nicht zu, doch in den meisten Fällen kommt die Botschaft an.

Quelle: allergikus 4/2015

05.02.16

Newsletter An-/Abmeldung

Code: UBVY