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Asthma bei Kindern und Jugendlichen: Risikofaktoren

4,7 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von null bis 17 Jahren wurden dem repräsentativen Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des Robert Koch-Instituts zufolge (kurz: KiGGS-Studie) in Deutschland mit Asthma bronchiale diagnostiziert. Die KiGGS-Studie ermittelte dabei verschiedene Faktoren, die vermutlich Einfluss auf die Entstehung von Asthma haben. Manche davon lassen sich ausschalten, andere jedoch nicht.

Veranlagung und Umgebung spielen eine Rolle

Eine besonders große Rolle bei der Entstehung von Asthma spielt demnach eine familiäre Vorbelastung. In Familien, in denen wenigstens ein Elternteil unter einer Allergie litt, erkrankten doppelt so viele Kinder an Asthma wie in Familien ohne allergische Vorbelastung. Auch Kinder, die zuvor bereits von einer Allergie betroffen waren, entwickelten häufiger Asthma als Kinder, die keine Allergie aufwiesen. Jungen waren zudem häufiger betroffen als Mädchen.

Die KiGGS-Studie stellte zudem fest, dass Kinder, die auf dem Land oder in einer Kleinstadt aufwuchsen, seltener Asthma bekamen als Kinder, die in der Großstadt lebten. Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor für die Entstehung von Asthma im Kindesalter war eine Schimmelbelastung der Wohnung, in der die Kinder lebten.

Übergewicht und Asthma

Auch Übergewicht begünstigt Asthma. Je höher der Body-Mass-Index (BMI) der Kinder, umso häufiger wurde bei ihnen Asthma diagnostiziert. Insbesondere eine hohe Gewichtszunahme in den ersten Lebensjahren scheint die Entstehung von Asthma zu begünstigen. Das zumindest ergab eine Untersuchung, die dafür verschiedene weltweit durchgeführte Studien verglich. Eine dänische Studie ermittelte, dass Mädchen, die im Alter von 13 Jahren einen erhöhten BMI aufwiesen, in jungem Erwachsenenalter ein um 39 % erhöhtes Risiko hatten, an Asthma zu erkranken. Zum Vergleich: Das Risiko für Frauen, einmal im Leben mit Asthma diagnostiziert zu werden, liegt dem Robert Koch-Institut zufolge in Deutschland bei rund 10 % (Männer: rund 8 %). Für Jungen ergab sich in der dänischen Studie jedoch ein anderes Bild: Ein zu geringer BMI im Alter von 12 Jahren führte bei ihnen zu einem um 24 % erhöhten Asthmarisiko im jungen Erwachsenenalter. Erklären konnten sich die Forscher diese Unterschiede nicht. Sie vermuteten, dass die Geschlechtsunterschiede von einer Reihe weiterer Faktoren beeinflusst werden könnten, darunter z. B. vom Grad der körperlichen Betätigung und von unterschiedlichen Umwelteinflüssen. Insgesamt aber, so der Bundesverband der Pneumologen, scheint ein hoher BMI in der Kindheit Asthma zu begünstigen. Eltern schützen ihre Kinder vor Asthma, indem sie auf das Gewicht ihrer Kinder achten. Hinzukommt, dass Kinder mit erhöhtem BMI oft schwerere Asthmaanfälle erleiden als Kinder mit Normalgewicht.

Quelle: allergikus 3/2017

11.12.17

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