- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Atemwegserkrankungen - Asthma - Die richtige Inhalation bei Asthma

Die richtige Inhalation bei Asthma

Wie gut die Medikamente wirken, hängt nicht zuletzt davon ab, wie gut der Patient das Inhalationsgerät anwendet. Darum kann es sinnvoll sein, sich mit ein paar Informationen und Tipps zum Umgang mit Inhalationsgeräten für die Atemwegsmedikamente zu beschäftigen.

Für ein besseres Verständnis dafür, wie die inhalierten Medikamente wirken, ist es wichtig, genauere Kenntnisse über die „normale“ Atmung zu haben: Die Lunge ist ähnlich einem umgekehrten Baum aufgebaut. Dabei bildet die Luftröhre den Stamm. Von dort gelangt die Atemluft über zwei große Hauptäste und viele kleine Zweige – die Bronchien – bis zu den „Blättern“, den Lungenbläschen. Von diesem Punkt aus gelangt der Sauerstoff ins Blut. Bei Asthma- und COPD-Patienten sind die Atemwege – speziell die Bronchien – aufgrund einer Entzündung zeitweilig (Asthma) oder permanent (COPD) verengt. Das hat eine Einschränkung der Atmung zur Folge – die Atemluft kann nicht mehr ungehindert ein- und ausströmen.

Medikamente zum Inhalieren

Asthma- und COPD-Patienten inhalieren Medikamente, die die Atemwege erweitern (Bronchodilatatoren) und Medikamente, die die Entzündung hemmen (Kortisonpräparate). Diese Arzneimittel wirken vorwiegend dort, wo sie benötigt werden, nämlich an den Atemwegen. Das hat den Vorteil, dass sie besser verträglich sind als entsprechende Tabletten mit dem gleichen Wirkstoff. Deshalb können die Medikamente zum Inhalieren niedriger dosiert werden. Das vermindert mögliche Nebenwirkungen. Genaue Informationen zu einzelnen Medikamenten sind in den Patientenleitlinien zu finden.

Inhalationsgeräte

Es gibt eine breite Anzahl von verschiedenen Inhalationsgeräten. Sie unterscheiden sich in ihrer Handhabung und weisen unterschiedliche Vor- und Nachteile auf. Die am häufigsten vorkommenden Gerätetypen sind Dosieraerosole und Pulverinhalatoren.

  • Beim Pulverinhalator gelangt das Medikament in Form von winzigen Pulverteilchen in die Atemwege. Die auslösende Handbewegung und die Einatmung müssen dabei nicht aufeinander abgestimmt werden. Das erleichtert die Koordination von Einatmung und Freigabe des Wirkstoffes. Es gibt eine große Zahl verschiedener Modelle von Pulverinhalatoren. Sie funktionieren aber immer nach dem gleichen Prinzip: Der Wirkstoff befindet sich in Form eines treibgas- und FCKW-freiem Pulvers in dem Gerät und wird mit der Einatmung inhaliert. Da man beim Pulverinhalator deutlich kräftiger einatmen muss als beim Dosieraerosol, ist er nur für solche Patienten geeignet, die ausreichend stark einatmen können.
  • Bei einem Dosieraerosol wird das Medikament in Form vieler winziger Tröpfchen versprüht. Den Sprühstoß löst der Patient mit der Hand aus. Es gibt jedoch auch sog. atemzuggesteuerte Dosieraerosole, bei denen der Sprühstoß durch die Einatmung hervorgerufen wird. Die Einatmung ist dabei genau auf den Sprühstoß abzustimmen, d. h., der Patient muss also gleichzeitig sprühen und inhalieren.

Die richtige Technik

Das Inhalieren mag zwar einfach aussehen, muss jedoch gelernt werden. Hier einige Tipps, die die Atemwegsliga gibt:

Grundsätzlich sollte mit aufrechtem Oberkörper (also am besten im Sitzen oder Stehen) inhaliert werden.

Bei den Dosieraerosolen erfolgt die Inhalation folgendermaßen:

Inhalation vorbereiten:

  • Schutzkappe entfernen.
  • Dosieraerosol zwischen Daumen und Mittel- oder Zeigefinger halten, („Daumen und Mundstück unten“) und kräftig schütteln (das Schütteln entfällt, wenn das Spray als Treibgas HFA enthält und der Wirkstoff als Lösung vorliegt).

Ausatmen:

  • Langsam und entspannt ausatmen, Mundstück mit den Lippen gut umschließen.

Inhalation auslösen und einatmen:

  • Kopf leicht zurückneigen.
  • Langsam und möglichst tief einatmen.
  • Gleichzeitig den Sprühstoß auslösen, indem der Metallbehälter nach unten gedrückt wird.

Atem anhalten:

  • Atem für etwa 5-10 Sekunden anhalten.

Ausatmen:

  • Langsam ausatmen.
  • Schutzkappe wieder auf das Dosieraerosol aufstecken.

Weitere Inhalationen frühestens nach einer Minute durchführen.

Quelle: COPD und Asthma 01/2014

30.07.14

Newsletter An-/Abmeldung

Code: VOFI