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Asthma kann Risiko für Schlafapnoe-Syndrom erhöhen

Wie das Ärzteblatt berichtete, erkranken Asthma-Patienten häufiger als andere Menschen an einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom. Dies war das Ergebnis einer Beobachtungsstudie der Wisconsin School of Medicine and Public Health in Madison, USA.

Betroffene mit einem Schlafapnoe-Syndrom erleiden im Schlaf Atemstillstände, medizinisch auch als Apnoen bezeichnet. Man unterscheidet zentrale und obstruktive Apnoen, wobei Letztere die häufigste Form sind. Die obstruktive Apnoe entsteht, indem die Muskeln hinter dem Gaumenzäpfchen erschlaffen und die Zunge zurückfällt. Hierdurch werden die Luftwege teilweise oder ganz verschlossen, sodass der Betroffene zu wenig oder gar keine Luft mehr bekommt. Dass Asthma-Patienten häufiger als Nicht-Asthmatiker unter einer schlafbezogenen Atmungsstörung leiden, war bereits bekannt. Unklar war jedoch, ob Asthma dem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom oder das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom dem Asthma vorausgeht.

Für ihre Studie werteten die Wissenschaftler Daten der Wisconsin Sleep Cohort aus, an der Staatsangestellte teilgenommen hatten. Diese verbrachten seit 1988 alle vier Jahre eine Nacht im Schlaflabor. Unter den 547 Teilnehmern, die zu Beginn der Untersuchung nicht an einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom litten, waren 81 Asthma-Patienten und 466 Nicht-Betroffene. Im Laufe der Zeit erkrankten 27 % der Asthmatiker an einer Apnoe.

Demgegenüber entwickelten nur 17 % der Menschen ohne die Atemwegserkrankung eine schlafbezogene Atmungsstörung. Aus ihren Ergebnissen schlossen die Wissenschaftler, dass Asthma besonders die schwere Verlaufsform des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms zu begünstigen scheint. Das Risiko, an der schlafbezogenen Atmungsstörung zu erkranken, soll für Asthmatiker alle fünf Jahre um 7% steigen.

Quelle: COPD und Asthma 2/2015

30.07.15

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