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Diagnose Asthma

17.05.06.

Um Asthma zu diagnostizieren, hört der Arzt den Patienten auf die typischen Geräusche hin ab und führt eine Peak-Flow-Messung durch. Dabei wird die Geschwindigkeit des Luftstroms in Litern pro Minute zu Beginn des Ausatmens gemessen. Liegt der gemessene Wert unter dem Normwert, wird ein Bronchospasmolysetest durchgeführt. Dabei wird die Messung 10 Minuten nachdem der Betroffene ein bronchienerweiterndes Mittel inhaliert hat wiederholt.

Da die Einschränkung des Lungenvolumens bei Asthma umkehrbar ist, wird bei der zweiten Messung eine Verbesserung des Wertes um mindestens 15 % erwartet. Erhärtet sich der Verdacht, dass der Patient an Asthma erkrankt ist, können weitere Lungenfunktionstests eindeutige Ergebnisse liefern: Die Spirometrie, bei der die Lungenfunktion ebenfalls über die Geschwindigkeit beim Ausatmen bestimmt wird und die Body-Plethysmografie, welche die Lungenfunktion über den Druck in den Lungenbläschen beschreibt.

Um den Sauerstoffgehalt des Blutes zu bestimmen, kann ein Blutgastest durchgeführt werden. Dabei wird die Fingerkuppe durchleuchtet und ein Computer kann aus den gewonnenen Daten die Sauerstoffkonzentration im Blut errechnen. Um festzustellen, ob es sich um allergisches Asthma handelt, kann eine Blutanalyse hilfreich sein. Bei allergischem Asthma lassen sich im Blut verstärkt Immunglobuline nachweisen. Diese Antikörper der Klasse IgE sind typische Indikatoren für eine vorliegende Allergie. Mithilfe eines Hauttests kann herausgefunden werden, worauf der Patient reagiert und das entsprechende Allergen gemieden werden oder unter Umständen eine Desensibilisierung angestrebt werden. Lässt sich mit diesem Test das Allergen nicht eindeutig feststellen, bleibt noch der provokative Inhalationstest, bei dem der Betroffene mögliche Allergene einatmet, um so einen möglichen Auslöser festzustellen.

Zur Diagnose von Belastungsasthma wird vor und zu verschiedenen Zeitpunkten nach körperlicher Anstrengung ein Lungenfunktionstest durchgeführt. Nimmt die Lungenfunktion durch das Training stark ab, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass eine Erkrankung an Belastungsasthma vorliegt.

Julia Warnau

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