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Die Heilkraft der Stimme – Singen und Tönen als Weg aus der Atemnot

Ein Erfahrungsbericht

Jahrelang litt ich unter heftigen Atemnot-Attacken, war ständig kurzatmig und das Sprechen fiel mir schwer. Zu dem Asthma und den schweren Allergien gesellten sich immer mehr Symptome, wie rheumatische Beschwerden, epileptische Anfälle, heftige Reaktionen auf Duftstoffe und Schlafstörungen. Ich war vollkommen am Ende, fühlte mich aus der Bahn geworfen und wusste weder ein noch aus. Vieles habe ich ausprobiert, manchmal hatte ich kleinere Erfolgserlebnisse, andere Versuche waren weniger nutzbringend. Heilung war nicht in Sicht. Ich bekam verschiedene Medikamente verordnet, wodurch ich etwas Erleichterung erfuhr. Heute benötige ich nur noch einige wenige Medikamente.

Mitte 2004 kam die Wende in meinem Leben. Ich nahm an einem von Maria Freund geleiteten Stimm-Seminar in Köln teil. Dort habe ich meine Stimme wiederentdeckt. Zuvor hätte ich niemals geglaubt, was für eine Energie die eigene Stimme haben kann, denn nichts hat eine so starke Heilkraft wie etwas, das tief aus uns selber kommt. Die Stimmübungen bereiteten mir von Beginn an sehr viel Freude. Besonders beeindruckt war ich von einer Stimmübung, bei der wir das Wort „weit“ tönen sollten. Wir schlossen die Augen und stellten uns unsere persönliche Weite vor, d. h. ein Bild, das wir mit Weite verbanden. Ich sah die singenden Buckelwale in der Bucht von Samana (Dominikanische Republik). Einfach toll, befreiend! Zunächst machten wir die Übung in der Gruppe. Danach bekam jeder die Gelegenheit, seine Stimme allein zu hören, sich auszuprobieren. Anfangs war ich ein wenig zögerlich. Konnte ich das den anderen zumuten? Blamierte ich mich hier nicht? Doch dann habe ich es gewagt und bin über meinen eigenen Schatten gesprungen, was mir in dieser warmen Atmosphäre viel leichter fiel, als ich es mir jemals hätte träumen lassen. Es war eine Erfahrung der besonderen Art.

Den eigenen Mülleimer leeren

Erst viel später wurde mir so richtig klar, dass ich meinen inneren Mülleimer durch mein erstes „Weit-Solo“ bei Maria Freund geleert habe. Obwohl es nun schon fast zwei Jahre her ist, erinnere ich mich, als sei es erst gestern gewesen. Der ganze Schutt und Müll, der regelrecht festsaß, wurde von Sekunde zu Sekunde lockerer. Der Mülleimer vibrierte und die einzelnen Abfallsegmente lösten sich, stiegen empor und wurden in die Weite des Raumes, in die Weite meines inneren Bildes, des Bildes der singenden Wale in der Karibik, getragen. Die Wale sangen meine ungeweinten Tränen. Der Mülleimer wurde leerer und leerer und ich fühlte mich leichter und leichter. Jetzt habe ich wieder Platz für meinen eigenen Müll. Schon damals habe ich die befreiende Wirkung der Stimmarbeit gespürt. Seitdem begleiten mich die Stimmübungen Tag für Tag, neben dem Qigong, das ich seit mehr als fünf Jahren täglich ausübe. Diese Kombination aus Qigong und Stimmtraining ermöglicht mir ein glückliches Leben innerhalb meiner Einschränkungen. Mit dem regelmäßigen Stimmtraining wurden mein Asthma und Allgemeinzustand immer besser, Schleim wird leichter gelöst und mein Lungenvolumen größer. Meine gesamte Lebenseinstellung änderte sich peu à peu.

Seminare im Haus der Stimme

Im Juli 2005 war ich im Wendland im „Haus der Stimme“ und nahm dort an dem sechstägigen Seminar „Stimmig im Sommer“ teil. Es war Balsam für Seele, Geist und Körper. Die Ruhe und die Weite des Landes sind eine Wohltat. Wir haben sowohl im Haus der Stimme als auch draußen auf der großen Wiese oder im Hof, unter einer wunderschönen uralten Eiche, getönt. Der Tag wurde mit Qigong eingeläutet. Die Arbeit mit dem Stimmen und Tönen war äußerst intensiv. Einige sehr schöne Lieder konnte ich mit nach Hause nehmen. Inspiriert durch meine persönlichen positiven Erfahrungen hatte ich Maria Freund eingeladen, stimmige Wochenendseminare in meinem Gesprächskreis für Allergiker und Asthmatiker zu leiten. Noch heute erzählen diese gerne von den wunderschönen Seminaren. Die Stimmübungen haben wir, neben den Qigong-Übungen, in unsere monatlichen Treffen eingebaut und es macht uns allen sehr viel Freude. Außerdem gibt es jetzt ein zusätzliches Treffen, wo wir ausschließlich Qigong und Stimmübungen praktizieren. Interessierte finden weitere Informationen im Internet unter www.stimme.com.

Ich wünsche Ihnen allen eine stimmige und klangvolle Zukunft!

Ulrike Pagel – DAAB e. V. (OV Köln)

09.11.06

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