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Gut durch den Winter trotz chronischer Atemwegserkrankung

24.01.08.

Foto: Gut durch den Winter trotz chronischer Atemwegserkrankung

Foto: Shutterstock

In Deutschland leiden circa 9 Millionen Menschen an chronischen Atem-wegserkrankungen. Gerade diesen Menschen mit Asthma und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) bescheren die Wintermonate nicht nur eine schöne Schneelandschaft und Vorweihnachtsfreude, sondern erhöhen das Risiko, durch einen grippalen Infekt eine Krankheitsverschlechterung zu erleiden.

Die ersten Anzeichen

Ein Atemwegsinfekt, der für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen schnell zu starken Beschwerden führen kann, entsteht, wenn Krankheitserreger in die Atemwege gelangen, sich dort vermehren und eine Entzündung verursachen. Zwei Arten von Erregern spielen hierbei eine Rolle: Viren und Bakterien.

Betroffene sollten auf die typischen Krankheitsanzeichen achten und schnell reagieren:

  • Allgemeines Unwohlsein, starkes Schwitzen, Fieber
  • verstärkter Husten mit und ohne Auswurf
  • Veränderter Auswurf: größere Menge, zäherer Schleim, weißlich-grauer Auswurf bei viralen Infekten, gelb-grüner Auswurf bei Bakterienbesiedlung
  • Warnsymptome: Abfall des Peak-Flow-Wertes (Atemstromstärke), zunehmende Atemnot – auch in Ruhe, Verringerung der körperlichen Leistungsfähigkeit, erhöhter Bedarf an bronchienerweiternden Medikamenten.

Vorbeugen ist die beste Strategie!

Um erst gar nicht einen Krankheitsschub durch Infekte auszulösen, sollten Patienten folgendes beachten:

  • Allgemeine Empfehlungen wie Verzicht auf Nikotin und Alkohol, eine ausgewogene Ernährung, körperliche Aktivität.
  • Meiden von großen Menschenansammlungen und von erkrankten Personen.
  • Hygiene: Reinigen Sie regelmäßig Ihr Inhalationsgeräte. Nur eine Person sollte die jeweiligen Hilfsmittel verwenden.
  • Jährliche Grippeschutzimpfung.
  • Pneumokokken-Schutzimpfung: Pneumokokken sind Bakterien, die besonders häufig (Atemwegs-) Infekte auslösen. Die Impfung sollte nach fünf Jahren wiederholt werden.
  • Schleimlösende Medikamente können bei regelmäßiger Einnahme in der kalten Jahreszeit vor Infekten und Krankheitsschüben schützen (unbedingt mit dem Arzt vorab besprechen).

Die Behandlung

Falls alle präventiven Maßnahmen nicht greifen und Sie dennoch einen Atemwegsinfekt bekommen, sollten Sie frühzeitig den Arzt aufsuchen. Prinzipiell beruht die Behandlung auf zwei Säulen:
1. Der Arzt leitet eine Kortison-Stoßtherapie in Form von Tabletten ein. Patienten sollten für den Notfall aber immer ausreichend Kortison-Präparate zur Verfügung haben, um ggf. selbst die Therapie zu beginnen. Die Kortisonbehandlung dauert in der Regel nicht länger als zwei Wochen.
2. Bei Infekten mit bakterieller Beteiligung werden Antibiotika eingesetzt, die gezielt gegen die Bakterien vorgehen. Hierbei ist die exakte Einnahme der Tabletten wichtig, so wie der Arzt es verordnet hat.

Eine telefonische Beratung am Infotelefon kann unter der Nummer 02161-10207 in Anspruch genommen werden (Mo-Fr von 09.30-12.30 Uhr, Die von 14.00-17.00 Uhr).

Ein Faltblatt zum Thema Asthma und COPD können Interessierte kostenlos anfordern beim

Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. – DAAB
Fliethstr. 114
41061 Mönchengladbach
Internet: www.daab.de
E-Mail: info@daab.de

Quelle: www.haut.de

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