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Guter Rat für Asthmatiker

07.02.07.

Das empfiehlt der Bundesverband der Pneumologen:

1. Finden Sie das auslösende Allergen oder den bronchialen Reizauslöser heraus! Der Lungenfacharzt kann dies durch einen einfachen Test herausfinden.

2. Wichtig ist diese Reize zu vermeiden:

  • a. Richtig lüften.
  • b. Haare abends auswaschen.
  • c. Schlafzimmer häufig nass wischen.
  • d. keine Staubfänger im Schlafzimmer.
  • e. Kleidung außerhalb des Schlafzimmers ablegen.
  • f. Keine Gartenarbeit bei schönem Wetter.
  • g. Kein Jogging durch Wiesen und Felder.
  • h. Richtige Urlaubsplanung nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.
  • i. Keine Haustiere bei allergischen Patienten.

3. Information zum Pollenflug: Um richtig planen zu können sollte der Pollenflugwarndienst im Radio oder die Pollenvorhersage in der örtlichen Presse verfolgt werden. Aktivitäten im Freien sollten darauf abgestimmt werden.

4. Konsequente Behandlung: In Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Pneumologen sollte ein Behandlungskonzept erstellt werden. Dieses Konzept sollte die zur Akutbehandlung notwendigen Medikamente, die Dauermedikation und die Notfallbehandlung beinhalten. Eine frühzeitige Behandlung mit entzündungshemmenden inhalativen Steroiden schützt vor der Verschlimmerung des Asthma.

5. Kontrolle der Beschwerden: In einem Symptomkalender sollten Beschwerden und Medikamentenverbrauch, ggf. auch die Lungenfunktion dokumentiert werden. Gerade die dauernde Messung der Lungenfunktion, die sog. Peak Flow Messung, erleichtert die Erkennung neuer Asthmaursachen und hilft bei der Therapieentscheidung.

6. Langfristige Therapie: In vielen Fällen kann eine konsequente Immuntherapie die Erkrankung erheblich bessern. Die Indikation zu einer sog. Hyposensibilisierung sollte vom Pneumologen nach genauer Untersuchung gestellt werden. Der Einsatz von inhalativen Steroiden empfiehlt sich bereits sehr früh in der Therapie. Auch eine Kombination aus Bronchienerweiterer plus Entzündungshemmer, die sich bereits in der Asthmatherapie etabliert hat, bringt nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen bereits zu Therapiebeginn eine sehr gute Kontrolle der Symptome, die einer ausschließlichen Therapie mit inhalativen Steroiden überlegen ist.

7. Schon ganz früh sollte Allergien vorgebeugt werden, besonders dann, wenn in der Familie allergische Erkrankungen bekannt sind. Zur Prophylaxe gehören 6 monatiges Stillen, der Verzicht auf Haustierhaltung, keine Zufütterung von Beikost, Verminderung der Belastung mit Hausstaubmilbenantigen durch Sanierung des Bettes.

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