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Asthmaanfall in Kindergarten und Schule

Bei allergischem Asthma sollten Eltern schon vorm ersten Kindergarten- oder Schultag das Gespräch mit den Erziehern bzw. den Lehrkräften suchen. Diese müssen – schon im Interesse des Kindes – vorab darüber informiert werden, wenn ein Kind Asthma hat, damit sie im Notfall, sprich beim akuten Asthmaanfall, richtig reagieren können.

Problematisch ist, dass Lehrkräfte und Erzieher i. d. R. keine Medikamente verabreichen. Aber sie können zumindest darauf drängen, dass das Kind eigenständig bestimmte Maßnahmen ergreift, um den Asthmaanfall in den Griff zu bekommen. Diese müssen die Eltern natürlich vorab mit ihrem Kind einüben. Lehrkräfte und Erzieher sollten das Kind daran erinnern, was es zu tun hat, und die Eltern und den Notarzt rufen.

Was Kindergarten und Schule wissen müssen

Bevor ein Kind mit Asthma zum ersten Mal in den Kindergarten oder in die (neue) Schule geht, sollten Erzieher und Lehrkräfte, mit denen das Kind zu tun haben wird, über Asthma an sich aufgeklärt werden. So sollten sie wissen, mit welchen Symptomen sich ein Asthmaanfall ankündigt. Es ist sinnvoll, dass Eltern auf einem Blatt – einem sog. Notfallplan – diese Symptome notieren. Sie sollten darum bitten, dass dieser Notizzettel an prominenter Stelle in der Kindergartengruppe oder im Klassenzimmer aufgehängt wird, damit er bei Bedarf sofort greifbar ist.

Zu den Beschwerden, mit denen sich ein Asthmaanfall ankündigt, gehören oft Husten, ein pfeifendes Atemgeräusch und Luftnot. Ab einem gewissen Alter können die betroffenen Kinder bereits selbst einschätzen, ob es sich bei ihrem Husten oder bei ungewöhnlichen Atemgeräuschen um die Vorboten eines Asthmaanfalls handelt oder nicht. Eltern sollten ihre Kinder daher unbedingt instruieren, dass sie der Lehrkraft oder dem Erzieher Bescheid geben, wenn sie das Gefühl haben, dass es sich um einen beginnenden Asthmaanfall handelt.

Was im Notfall tun?

Lehrkräfte und Erzieher sollten das Kind bei einem einsetzenden Asthmaanfall aus seiner momentanen Tätigkeit herausziehen bzw. sich selbst herausziehen lassen. Reagiert das Kind panisch, müssen sie dem Kind helfen und ihm mitteilen, was es nun zu tun hat. Ältere Kinder wissen das i. d. R. bereits selbst, doch manchmal vergessen auch sie den Ablauf. Zunächst sollte das Kind eine Haltung wie den Kutschersitz einnehmen, die das Atmen erleichtert, und mithilfe einer speziellen Atemtechnik, der Lippenbremse, versuchen, die Atmung zu normalisieren.

Gelingt das nicht, müssen Lehrkräfte bzw. Erzieher das Kind auffordern, zusätzlich zur atemerleichternden Haltung, das Notfallspray einzusetzen, welches immer schnell griffbereit sein sollte (z. B. in der Schultasche oder im Brottäschchen). Sofern die Schule/der Kindergarten es erlaubt, kann im Klassenzimmer oder Kindergarten ein Ersatzspray deponiert werden, auf welches das Kind bei Bedarf zurückgreifen kann.

Bei schwerem Asthma sollte das Kind ein weiteres Medikament mitführen, das es im Bedarfsfall einnehmen kann. Sehen Lehrkräfte und Erzieher, dass das Notfallspray nicht wirkt, ist es sinnvoll, den Notarzt zu rufen – und natürlich auch die Eltern zu informieren.

Eltern sollten der Schule oder dem Kindergarten im Vorfeld mitteilen, falls es bestimmte Triggerfaktoren für Asthmaanfälle wie übermäßige körperliche Anstrengung oder den Kontakt mit Tieren bei ihrem Kind gibt. Wissen die Lehrkräfte darüber Bescheid, lassen sich diese Faktoren leichter ausschalten. Sicherstellen sollten Eltern zudem, dass alle unterrichtenden und betreuenden Mitarbeiter über das Asthma informiert wurden. Denn gerade in weiterführenden Schulen mit vielen Lehrkräften gehen solche Informationen sonst leicht unter.

Quelle: allergikus 4/2016

03.01.17

Asthmaanfall
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