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Asthmakontrolle

Viele Asthmatiker können trotz ihrer Erkrankung ein ganz normales Leben führen. Auch Aktivitäten und Sport sind machbar. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass das Asthma stabil verläuft und gut kontrolliert wird.

Asthma ist zwar nicht heilbar, aber durch eine kontinuierliche Behandlung zusammen mit Ärzten sowie durch Selbstmanagement kann die Erkrankung gut beherrscht werden. Ziel der Therapie ist ein gut eingestelltes Asthma, das mit so wenigen Medikamenten wie möglich erreicht werden soll. Man spricht vom kontrollierten Asthma. Neben diesem Grad der Asthmakontrolle gibt es noch zwei weitere: das teilweise kontrollierte sowie das unkontrollierte Asthma.

Betroffene mit gut eingestelltem Asthma haben tagsüber gar keine oder nur selten Beschwerden. In der Nacht dürfen keine Symptome z. B. Atemnot auftreten. Alltägliche Aktivitäten können ohne Einschränkung durchgeführt werden. Die Lungenfunktion ist normal. Nehmen jedoch beispielsweise Atemnot, Husten, pfeifende Atemgeräusche, Brustenge zu oder verschlechtern sich die Lungenfunktionswerte, verschlechtert sich die Erkrankung.

Patientenschulungen

In Schulungen lernen Asthma-Patienten, die Warnsignale wie Atemnot oder Husten zu erkennen und zu reagieren. Denn immer noch treten laut den Lungenärzten im Netz schlecht kontrollierte Asthma-Fälle und sogar Todesfälle – häufig aufgrund von schlechtem Selbstmanagement – auf. Die Betroffenen wissen oft nicht,

  • was sie bei einem schweren Asthmaanfall tun müssen
  • wie man Hilfsmittel wie beispielsweise das Asthmatagebuch führt
  • welche Medikamente eingenommen werden müssen. Häufig nehmen sie ihre Medikamente nur unzuverlässig oder nicht ausreichend ein.

Betroffene schätzen den Schweregrad ihrer Krankheit nicht richtig ein.

Gerade bei chronischen Erkrankungen wie Asthma sind Schulungen wichtig. Ziel einer solchen Schulung ist Wissensvermittlung, Verhaltenstraining und Selbstkontrolle. So erfahren Patienten, wie Asthma entsteht, welche Auslöser die Erkrankung hervorrufen und wie man diese vermeidet. Sie erlernen, wie die Krankheit behandelt wird, was in der Lunge während eines Anfalls vorgeht und was im Notfall zu tun ist. Des Weiteren wird Betroffenen die Überwachung ihrer Therapie sowie atemerleichternde Techniken wie die Lippenbremse oder der Kutschersitz vermittelt. In der Selbstkontrolle erlernen Asthmatiker ihre Erkrankung mittels Peak-Flow-Meter selbst zu überwachen, die gemessenen Werte aufzuschreiben und ihre Beschwerden in einem Asthma-Tagebuch einzutragen. Auch die selbstständige Anpassung der Medikamente – wie mit dem Arzt besprochen – an den jeweiligen Schweregrad der Beschwerden zählt zum Selbstmanagement. Angeboten werden solche Schulungen in Reha-Kliniken, Krankenhäusern, bei Lungenfachärzten und in Selbsthilfegruppen.

Selbstkontrolle

Das Peak-Flow-Meter ist ein wichtiges Hilfsmittel, um den Verlauf der Erkrankung selbstständig zu überprüfen. Zum Selbsttest pustet der Patient kräftig in das Mundstück hinein. Dabei wird der höchste Wert der Atemstromstärke, der Peak Flow, ermittelt, der anschließend in ein Tagebuch eingetragen wird. Das sog. Ampelschema der Deutschen Atemwegsliga hilft bei der Interpretation der Werte. Der gemessene Peak-Flow-Wert wird ins Verhältnis zu dem Bestwert, also dem höchsten Wert, der während einer stabilen Krankheitsphase gemessen wurde, gesetzt.

  • Grün: Der Wert liegt zwischen 80 % und 100 % des gemessenen Bestwertes. Es ist alles in Ordnung. In diesem Fall sollte die Dauermedikation wie vom Arzt verordnet weiter eingenommen werden.
  • Gelb: Der Wert beträgt 60 % bis 80 % des Bestwertes. Betroffene sollte ein Arzttermin für die nächsten Tage vereinbaren. Die Medikation sollte wie mit dem Arzt besprochen erhöht werden.
  • Rot: Der Peak-Flow-Wert fällt unter 60 % des Bestwertes. Der Betroffene sollte schnell einen Arzt aufsuchen.

Selbsthilfetechniken bei Atemnot

Bei Atemnot hat sich die Lippenbremse als hilfreich erwiesen. Bei dieser Atemtechnik liegen die Lippen locker aufeinander. Beim Ausatmen wird Luft langsam zwischen die Lippen hindurch ausgeblasen. Das Ausatmen wird erleichtert.

Zu den atemerleichternden Körperhaltungen gehören viele verschiedene Varianten. Die Bekanntesten sind:

  • Kutschersitz: Der Betroffene setzt sich auf einen Stuhl, beugt seinen Oberkörper nach vorn und stützt die Unterarme auf den Oberschenkel ab. Der Kopf wird hängen gelassen.
  • Torwartstellung: Der Asthma-Patient beugt den Oberkörper nach vorne, geht etwas in die Knie und stützt die Hände auf den Oberschenkeln auf. Kopf locker hängen lassen.

Durch diese Stellungen wird der Brustkorb vom Gewicht der Schultern befreit. Damit das Atmen erleichtert wird, ist es sinnvoll, diese Körperhaltungen zusammen mit der Lippenbremse anzuwenden.

Quelle: COPD und Asthma 4/2015

03.12.15

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