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Baden wie am Toten Meer

Sole und UV-Licht versprechen Linderung bei Psoriasis

Das Tote Meer bietet optimale Bedingungen für die Behandlung von Psoriasis. Nicht nur das salzhaltige Wasser, sondern auch das Sonnenlicht verschafft vielen, die unter Schuppenflechte leiden, Linderung. Seit vielen Jahren schon werden Betroffene deshalb mit einer Balneophototerapie behandelt.

„Es ist immer die Kombination aus Sole und UV-Licht, die Linderung bringt“, erklärt Dr. Markward Ständer, Bad Bentheim. Die Patienten baden zunächst in einer Starksole mit einem Salzgehalt von 26 % und werden anschließend i. d. R. mit UVB-Licht bestrahlt. „Die Sole setzt an der Haut wie ein Magnet an und zieht die Entzündung sozusagen aus dem Körper, die entzündlichen Stoffe werden eluiert“, erläutert Dr. Ständer. Grundsätzlich gilt dabei, je stärker die Sole, desto besser die Entzündung ausgespült. Die anschließende Bestrahlung mit UV-Licht wirkt entzündungshemmend und lindert dadurch die Symptome.

Behandlungserfolg nicht vorhersehbar

„Insgesamt dauert es vier bis sechs Wochen, bis diese Therapie wirkt“, erklärt der Mediziner. Dabei werden die Betroffenen i. d. R. sechsmal in der Woche gebadet und bestrahlt. Wie lange der Effekt anhält und eine damit einhergehende Besserung der Erkrankung eintritt, ist allerdings unterschiedlich. „Auf ein Rezidiv haben wir keinen Einfluss“, erläutert Dr. Ständer. „Die Psoriasis ist eine Erbkrankheit, die auf innere und äußere Reize reagiert und jederzeit ausbrechen kann“, betont er. Stress etwa könne ein auslösender Faktor sein.

Grundsätzlich ist die Therapie für alle Psoriasispatienten geeignet. Sie kann allerdings nicht angewendet werden, wenn die Betroffenen Hautverletzungen haben. „Dann müssen diese erst abheilen“, verdeutlicht Dr. Ständer. Auch wer unter schweren inneren Erkrankungen leidet, wie etwa einer Lungenerkrankung, könne nicht mit der Balneophototherapie behandelt werden.

Die Behandlung kann bei der Krankenkassen beantragt werden, die allerdings nur eine bestimmte Anzahl an Bädern übernimmt. Umgesetzt werden kann die Therapie im Rahmen einer Kur oder ambulant bei einem Dermatologen.

In Deutschland gibt es ca. 75 Sole-Heilbäder, die über die nomenklatorische Mindestkonzentration von 1,4 % hinaus auch bis zur Sättigungsgrenze von ca. 26 % Soleanwendungen als Indikation für Psoriasispatienten ausgewiesen werden. Dazu wurden entweder in der Tiefe salzhaltige Wasservorkommen mit einer vorgegebenen Konzentration erschlossen, oder es werden Salzstöcke durch Einleiten von Süßwasser ausgelaugt. Man kann beim Auslaugen das Einleiten von Süßwasser so steuern, dass man zu einer gesättigten Starksole zur Anwendung bei Psoriasispatienten kommt.

Quelle: Patient und Haut 2/2016

03.02.17

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