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Begleiterkrankungen bei Asthma

Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, die durch Medikamente recht gut kontrolliert werden kann. Dennoch zieht Asthma in manchen Fällen Begleit- und Folgeerkrankungen nach sich. Dazu gehören z. B. Sodbrennen oder Mundsoor, eine Pilzerkrankung, die durch die Behandlung mit Kortison ausgelöst werden kann.

Mit Asthma geht zudem häufig eine erhöhte Infektionsneigung einher. Oft dauern Erkrankungen der Atemwege bei Asthma länger an. Insbesondere mit länger anhaltendem Husten sollten von Asthma Betroffene in jedem Fall zum Arzt gehen.

Sodbrennen und Mundsoor

Untersuchungen haben ergeben, dass bei bis zu 50 % der von Asthma Betroffenen oft Sodbrennen auftritt. Woran das genau liegt, ist noch nicht vollständig geklärt. Ein Erklärungsansatz ist, dass die beim Sodbrennen in die Speiseröhre zurückfließende Magensäure in die Luftröhre gelangen und eingeatmet wird. Als Folge ziehen sich die Bronchien reflektorisch zusammen und es kommt zu einem Asthmaanfall. Eine andere Theorie besagt, dass die Magensäure zur Reizung des Vagusnervs führt, der u. a. an der Steuerung der Bewegungen von Kehlkopf, Rachen und dem oberen Speiseröhrenabschnitt beteiligt ist und den inneren Organen Informationen übermittelt. Wird dieser Nerv durch die Magensäure gereizt, könnte dies u. a. eine Verengung der Bronchien nach sich ziehen. In jedem Fall ist klar, dass Menschen mit Sodbrennen häufiger von Asthma betroffen sind. Sodbrennen lässt sich jedoch vorbeugen, etwa durch mehrere kleine Mahlzeiten anstelle weniger großer, durch Verringerung von Übergewicht, regelmäßige sportliche Betätigung sowie dem Meiden von Speisen und Getränken, die vermehrt Sodbrennen auslösen (z. B. Kaffee).

Mundsoor ist bei Asthma häufig Folge der Einnahme kortisonhaltiger Sprays. Beim Mundsoor ist der Mundraum meistens mit dem Hefepilz Candida albicans besiedelt, was sich u. a. durch Rötungen der Mundschleimhäute sowie das Auftreten kleiner, weißer Pickel auf den Schleimhäuten und einem brennenden Gefühl beim Verzehr bestimmter Speisen äußert. Behandelt wird Mundsoor durch die Einnahme eines Mittels gegen Pilze, einem sog. Antimykotikum. Vorbeugen können Menschen mit Asthma Mundsoor, indem sie regelmäßig nach der Inhalation von kortisonhaltigen Mitteln möglichst viel trinken oder das Mittel vor dem Essen einnehmen. Auf diese Weise bleiben weniger Reste des Sprays im Mundraum zurück. Eine gründliche Mundhygiene hilft ebenfalls, Mundsoor vorzubeugen.

Vorbeugung schwerwiegender Erkrankungen

Menschen mit Asthma mit ihrer verstärkten Infektionsneigung haben ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen der Atemwege, insbesondere für Erkältungskrankheiten. Deshalb ist es sinnvoll, zur Erkältungszeit einige Vorsorgemaßnahmen zu treffen, z. B. das Immunsystem durch regelmäßige Bewegung, Aufenthalte im Freien und eine gesunde Ernährung zu stärken. Daneben sollten von Asthmatiker größere Menschenansammlungen zur Erkältungszeit wenn möglich meiden, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Dauert eine Erkältung länger als sieben Tage oder geht sie mit heftigen Atemwegssymptomen einher, sollten Menschen mit Asthma zum Arzt gehen, damit dieser bei Bedarf eine medikamentöse Behandlung einleiten kann. Ohnehin sind regelmäßige Arztbesuche für Asthmatiker unerlässlich, um zu überprüfen, ob das Asthma mit der bestehenden Medikation weiterhin unter Kontrolle ist.

Quelle: allergikus 1/2016

10.05.16

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