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Neue Erkenntnisse bei der Behandlung diabetischer Netzhautveränderungen

Diabetes kann auch mit einer Erkrankung der Augen einhergehen. Durch die erhöhten Blutzuckerwerte kann es zu Schäden und Ausbuchtungen der Gefäße der Netzhaut kommen. Beim diabetischen Makulaödem, auch als diabetische Makuladegeneration bezeichnet, kommt es zu einer Schwellung der Makula. Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Durch eine Schädigung der Makula kann es zu Einschränkungen des Sehens bis hin zum vollständigen Sehverlust kommen.

Trockene und feuchte Form der Makuladegeneration

Man unterscheidet bei einer Makuladegeneration die trockene und die feuchte Form. Bei der trockenen Form, die meist einen langsamen Verlauf hat, kommt es zu Ablagerungen unter der Netzhaut, was zu leichten Sehbeeinträchtigungen führen kann. Erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium kommt es zu starken Sehproblemen.

Die feuchte Form der Makuladegeneration entwickelt sich meist aus einer trockenen Makuladegeneration heraus und breitet sich schneller aus. Bei dieser Form bilden sich neue, undichte Blutgefäße, die unter und in die Netzhaut hinein wachsen und zu Blutungen und Schwellungen führen. Nach einer eingeschränkten Weit- und Nahsicht kommt es zu einem Sehverlust, der nicht mehr umkehrbar ist.

Patienten mit der feuchten Form der Makuladegeneration erhalten zur Behandlung regelmäßig Spritzen ins Auge. Die Spritzen werden unter örtlicher Betäubung verabreicht. Bei der Spritzentherapie muss der Patient bisher eine monatliche Untersuchung durchführen lassen, bei der der Arzt bei Bedarf das Medikament ins Auge spritzt. Studien zeigen nun, dass die Intervalle zwischen den einzelnen Arztbesuchen unter Umständen größer sein können, berichtet die Ärzte Zeitung.

Zusammenhang zwischen Häufigkeit und Erfolg der Behandlung

Bei einem in den USA eingeführten Behandlungsschema erhält der Patient zu Beginn dreimal im Monat Spritzen ins Auge. Bei einer guten Regeneration der Makula erhöht der Arzt die Zeitspanne bis zur nächsten Untersuchung um zwei Wochen. Diese Intervalle zwischen den Behandlungen werden jedes Mal größer, wenn bei der Untersuchung keine medizinischen Gründe dagegen sprechen. So können die Abstände zwischen den einzelnen Arztbesuchen auf bis zu drei Monate ausgedehnt werden. Verschlechtert sich der Zustand des Patienten, werden die Abstände wieder verringert.

Wie die durchgeführten Studien zeigen, gibt es den Behandlungserfolg betreffend keine Unterschiede, ob die Behandlung in größeren oder kleineren Intervallen erfolgt. Für die Patienten stellen die größeren Abstände zwischen den einzelnen Terminen aber meist eine Entlastung dar. Ob sich eine Behandlung mit größeren Abständen, wie sie in den USA bereits Anwendung findet, auch in Europa durchsetzen kann, ist bisher noch unklar.

Sabrina Tamoschus

14.10.16

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