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Behandlung von Nagelpilz ist oft langwierig

Pilzerkrankungen von Haut und Nägeln sind keine Seltenheit, etwa 30 % der Bevölkerung leiden darunter. Betroffene infizieren sich z. B. bei einem Besuch im Schwimmbad oder in der Sauna. Viele Erreger finden sich zudem dort, wo sie am wenigsten zu erwarten sind: an öffentlichen Fußdesinfektionsanlagen. „Diese sollte man auf keinen Fall benutzen“, betont Dermatologin Dr. Gisela Delventhal, Hamburg.

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen von einer Pilzerkrankung betroffen ist, hat vor allem mit Rötungen, Schuppung und z. T. auch Bläschenbildung auf der Haut zu tun. Am häufigsten ist die Haut zwischen Fingern und Zehen infiziert. Hier kann es u. U. zu Juckreiz kommen. Die Pilzinfektion kann sich auch auf weitere Körperstellen ausbreiten. So können z. B. auch die Nägel betroffen sein. Da Pilze vor allem im feuchtwarmen Milieu gedeihen, sind die Fußnägel i. d. R. häufiger betroffen, als die Fingernägel. Die Nagelplatte verfärbt sich und wird brüchig.

Pilzerkrankungen sind ansteckend

Grundsätzlich gilt: „Eine Pilzerkrankung heilt nie von allein aus und ist ansteckend. Deshalb sollte nicht nur der Patient, sondern auch alle Familienmitglieder mitbehandelt werden“, erklärt Dr. Delventhal. Äußerlich kann der Pilz mit Salben, Cremes, Lösungen, Nagelpflaster oder Nagellack behandelt werden. „Bei einem sehr ausgedehnten Befund, wenn mehr als die Hälfte des Nagels befallen ist, empfiehlt sich außerdem eine Behandlung mit Tabletten“, erläutert die Expertin.

Zudem ist es wichtig, die Pilzinfektion zusätzlich mit einem gegen die Pilzsporen wirksamen Mittel zu behandeln. Denn die Sporen sind die Fortpflanzungszellen der Pilze.

Behandlung erfordert Geduld

Die Behandlung einer Pilzerkrankung erfordert immer Geduld. Für die Behandlung eines Fingernagels sind drei bis sechs Monate erforderlich, bei einem Großzehnagel kann sie auch mehr als ein Jahr dauern. Wichtig ist, nicht direkt mit der Behandlung aufzuhören, wenn die Symptome, etwa auf der Haut, nachlassen. Um ein Wiederaufflammen der Infektion zu vermeiden, sollten noch drei Wochen nachdem keine Hautveränderungen mehr erkennbar sind, die betroffenen Stellen weiter behandelt werden.

Um eine erneute Infektion zu vermeiden, müssen zudem die Kleidungsstücke, die mit der infizierten Haut in Kontakt gekommen sind, und die Schuhe desinfiziert werden. Kleidung sollte zu diesem Zweck auf 60 Grad Celsius gewaschen werden. Ist dies nicht möglich, da die Kleidungsstücke eine solche Temperatur nicht vertragen, können Hygiene-Wäschespüler hilfreich sein. Allergiker sollten hier auf die Inhaltsstoffe achten.

Quelle: Patient und Haut 1/2017

02.08.17

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