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Die richtige Behandlung von Warzen

Warzen entstehen durch eine Ansteckung mit Viren, wie dem humanem Papillomvirus (HPV) und übertragen sich im direkten Kontakt. Obwohl die meisten Warzen ungefährlich sind, ist eine Behandlung sinnvoll, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu vermeiden.

Entstehung von Warzen

Warzen entstehen, indem die Viren in die Haut gelangen und in die Zellen eindringen. „Viren sind Organismen, die sich nicht selbst vermehren. Deswegen brauchen sie die Zelle als Wirt, um sich vermehren zu können. Sie zwingen dann die Zelle die Virus-DNA zu mehren und werden anschließend wieder ausgeschleust“, erklärt Dr. Andrea Pfister-Wartha, Uniklinik Freiburg. Das Gewebe reagiert darauf mit verstärkter Hautzellenbildung und es kommt zu einem Hornpfropf. Die Arten von Warzen reichen von Dornwarzen, die sich in die Haut unter den Füßen eingraben über Vulgärwarzen, die an jeder Körperstelle auftauchen können, bis zu Genitalwarzen oder Dellwarzen, die häufig bei Kindern auftauchen. Sie entstehen aber nicht durch eine Infektion mit humanen Papillomviren, sondern durch eine Infektion mit dem Molluscum-contagiosum-Virus.

Besonders in Schwimmbädern ist die Ansteckungsgefahr erhöht. Deswegen ist es wichtig Badelatschen zu tragen und die Füße gut abzutrocknen. „Wenn in einer Familie ein Familienmitglied eine Warze hat, dann sollte verstärkt auf Hygiene geachtet werden. Um eine Übertragung zu vermeiden, sollte beispielsweise jeder streng darauf achten, dass er nur sein eigenes Handtuch verwendet“, sagt Dr. Pfister-Wartha. I. d. R. sind Warzen ungefährlich. Eine anhaltende Infektion mit dem humanen Papillomvirus 16 und 18 im Genitalbereich bei Frauen kann jedoch zu Genitalkrebs führen.

Behandlungsmethoden bei Warzen

Dornwarzen tauchen häufig an den Füßen auf. Behandeln lassen sie sich am besten, indem man die Stelle vereist und anschließend ein salizylsäurehaltige Pflaster aufklebt. Durch das Pflaster lässt sich die Verhornung der Haut aufweichen und abschaben. Dieser Vorgang muss mehrmals wiederholt werden. Je nachdem wie lange die Warze bereits besteht, erfolgt die Behandlung in einem Zeitraum zwischen vier Wochen und sechs Monaten. Wenn die Verhornung bereits abgetragen ist, eignen sich auch salizylsäurehaltige Tinkturen. „Sind die Warze oder der Hornpfropf sehr dick, helfen diese Tinkturen nicht so gut, weil der Wirkstoff nicht tief genug in die Haut eindringen kann, um seine Wirkung zu entfalten“, so Dr. Pfister-Wartha. Eine Laserbehandlung ist ebenfalls eine Möglichkeit, um Warzen zu behandeln. Diese Methode ist i. d. R. sehr wirksam, allerdings auch sehr aufwendig für den Patienten, weil dabei Wunden entstehen, die langsam heilen. „Es gibt auch Naturheilmethoden, z. B. die Behandlung mit Thujaextrakt oder Schöllkraut“, sagt Dr. Pfister-Wartha. Die Tinkturen sollten täglich angewendet werden, die Vereisung wird einmal in der Woche durchgeführt und die Laserbehandlung ist einmalig.

Quelle: Patient und Haut 1/2015

19.01.16

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