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Behandlung von Windeldermatitis

Ist der sonst so zarte Babypo rot, wund und glänzend, leiden die Kleinen unter der sog. Windeldermatitis. Die Wärme, die unter der Windel herrscht und die dort vorhandene Feuchtigkeit hinterlassen manchmal unangenehmen Spuren auf der Haut, die für die Kinder schmerzhaft sein können. Babys und Kleinkinder, die ohnehin eine empfindliche Haut – vielleicht sogar eine Neigung zu Neurodermitis – haben, sind in erster Linie davon betroffen.

„Auch, wenn die Windel zu spät gewechselt wird, kann eine Windeldermatitis entstehen“, erklärt Dr. Herbert Kirchesch, Pulheim. Gerade bei Kindern, die häufig unter einem wunden Po leiden, kann es deshalb hilfreich sein, die Windel – soweit möglich – kurzzeitig wegzulassen.

Hefepilze nachweisbar

In manchen Fällen gesellen sich zur vorhandenen Entzündung der Haut noch Hefepilze dazu, die ein Dermatologe am typischen Aussehen und mithilfe eines Abstrichs feststellen kann. Sie gelangen über den Darm in die Windel. Liegt eine solche Pilzinfektion vor, müssen Eltern bei der Behandlung der Windeldermatitis darauf achten, dass die Creme, die sie auf die betroffenen Stellen auftragen, auch einen Pilzwirkstoff enthält.

Wurden keine Hefepilze nachgewiesen, reicht es i. d. R. aus, eine Windelpaste mit dem Wirkstoff Zinkoxid zu verwenden. „Zink wirkt entzündungshemmend, beruhigt damit die Haut und wirkt als Abdeckung gegenüber der Feuchtigkeit“, erläutert der Experte. In sehr schlimmen Fällen von Windeldermatitis muss die Haut ebenfalls mit Kortison behandelt werden.

Welche Creme mit welchen Wirkstoffen genau verwendet werden muss, ist vom Einzelfall abhängig. Bei der Auswahl eines Pflegeproduktes ist es immer wichtig, die Haut des Kindes nach der Verwendung zu beobachten, da die Verträglichkeiten der zahlreichen Produkte ganz unterschiedlich sein können. Grundsätzlich sollten Eltern von Kindern mit empfindlicher Haut Cremes verwenden, die keine Duftstoffe enthalten. „Das mag die Kinderhaut gar nicht“, bemerkt Dr. Kirchesch. Er rät, bei häufigem Wundsein den Kinderpo prophylaktisch mit Creme zu schützen, aber allgemein sollten „Eltern nicht unbedingt routinemäßig die sonstige Haut eincremen“, betont er.

Quelle: Patient und Haut 1/2017

26.07.17

Hauterkrankungen bei Kindern
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