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„Bitte berühren“ – Gegen Berührungsmangel bei Schuppenflechte

Anfang des Jahres startete der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) eine emotionale Aufklärungskampagne zum Thema Schuppenflechte. Hautärzte und Selbsthilfeorganisationen wollen in den folgenden zwölf Monaten gemeinsam unter dem Motto „Bitte berühren“ Zeichen setzen: gegen Distanzierung, für mehr Nähe. Mit der Kampagne sollen Lösungswege für Betroffene aufgezeigt werden.

Nach einer Umarmung geht es uns besser: Sie mindert Stress, stärkt das Immunsystem und senkt sogar das Risiko für Herzerkrankungen und Depressionen – zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die positive Wirkung von Körperkontakt. Wir alle kennen das schöne Gefühl, von Familienmitgliedern oder dem Partner umarmt, berührt und gestreichelt zu werden. Auf diese Tatsachen möchte auch der „Internationale Tag der Umarmung“ aufmerksam machen, so der BVDD.

Mitmenschen distanzieren sich

Doch nicht alle Menschen können Berührungen und Körperkontakt unbeschwert genießen und zulassen. Anderen nahe zu sein und sich zu zeigen, ist gerade für Menschen mit chronischen Hautkrankheiten wie Schuppenflechte mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden – auch im Alltag. Ihre Mitmenschen gehen auf Distanz, sobald deutliche Hautveränderungen sichtbar werden, obwohl Schuppenflechte nicht ansteckend ist.

Der erste Schritt, um sich als Betroffener wieder wohlzufühlen und Körperkontakt zulassen zu können, ist der Besuch eines Hautarztes. „Dank moderner, nebenwirkungsarmer Therapien können Betroffene selbst in schweren Fällen heute innerhalb weniger Wochen eine sichtbare Besserung der Krankheitszeichen und damit eine deutliche Steigerung ihrer Lebensqualität erwarten“, erklärt Dr. Klaus Strömer, Präsident des BVDD.

Betroffenen Mut machen

„Mit der Kampagne möchten wir Betroffenen Mut machen, eine Therapie aufzunehmen.“ Moderne, innerlich wirkende Therapien wie Biologika und PDE-4-Hemmer sind i. d. R. wirksam, denn sie greifen in fehlerhafte Abwehrreaktionen des Körpers ein. Sie hemmen gezielt Botenstoffe oder Enzyme, die Entzündungen auslösen oder unterbrechen. Auf diese Weise regulieren sie den Entzündungsprozess der Haut – die Symptome der Schuppenflechte können so gut und langfristig kontrolliert werden.

„Betroffenen können ihren Hautarzt aktiv auf moderne Therapien ansprechen! Liegen nach zwölf Wochen keine sichtbaren Therapieerfolge vor, sollte eine Therapieumstellung thematisiert werden“, betont Dr. Strömer.

Quelle: Patient und Haut 1/2016

23.06.16

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