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Berufswahl und Asthma

Jugendliche mit allergischem Asthma müssen bei der Berufswahl stärker als Gleichaltrige darauf achten, ob sie bei ihrer späteren Tätigkeit den Allergenen ausgesetzt wären, die das Asthma auslösen. Zudem sollten sie andere Faktoren bedenken, die Asthmaanfälle begünstigen können, z. B. häufige Temperaturwechsel am Arbeitsplatz. Hilfreich kann bei der Wahl des späteren Berufs ein Berufsberater sein. Auch der Arzt sollte u. U. zurate gezogen werden.

Die Entscheidung für bzw. gegen einen Beruf ist natürlich in hohem Maße davon abhängig, auf welche Stoffe der Jugendliche mit Asthma reagiert. Sind es Tierhaare, Pollen oder Schimmelpilze oder aber ganz andere Substanzen? Bei allergischem Asthma, das durch Pollen ausgelöst wird, sind Berufe, bei denen man sich lange im Freien aufhält muss und eventuell noch mit Pflanzen zu tun hat (z. B. Gärtner, Gartenbau), eher ungünstig. Bei einer Tierhaarallergie hingegen sind alle Berufe, die mit Tieren zu tun haben, schwierig. Bei allergischem Asthma, das durch den Kot der Hausstaubmilben hervorgerufen wird, ist eine Ausbildungsstelle im Hotelgewerbe als Housekeeper wegen des häufigen Kontakts mit dem Allergen nicht zu empfehlen. Daneben gibt es jedoch noch weitere Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz, die Asthmaanfälle begünstigen können.

Was zusätzlich belastet

Zu den Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz gehören u. a. auch starke Hitze oder Kälte – diese können u. U. Asthmaanfälle verursachen (triggern). Zu den Berufsfeldern, in denen man zumindest zeitweise starker Hitze ausgesetzt ist, gehört z. B. das Baugewerbe, aber auch die Arbeit in einer Bäckerei ist möglicherweise ungünstig. Hinzu kommt bei Bäckern, dass sie ständig mit Mehl zu tun arbeiten, das leicht eingeatmet werden kann – ein Risiko für Menschen mit allergischem Asthma. Auch schwere körperliche Anstrengungen sollten Jugendliche mit Asthma besser meiden. Die Arbeit für ein Umzugsunternehmen z. B. ist daher eher ungünstig, auch in vielen Bauberufen gehört harte körperliche Arbeit dazu.

Günstige Berufe bei Asthma

Zu den Berufen mit vergleichsweise geringer Belastung gehören hingegen die meisten Büroberufe. Auch Berufe im pädagogischen oder sozialen Bereich (Erzieher, Lehrer, Heilpädagogen etc.) sowie Berufe, die mit Informationstechnik im weitesten Sinne zu tun haben, gehören dazu. Genauso musische oder künstlerische Berufe, viele Ingenieursberufe, planerische Berufe, Berufe in der Verwaltung, in Banken, um nur einige zu nennen. Zu den Berufen mit erhöhtem, aber noch annehmbaren Risiko zählen die meisten Tätigkeiten im Verkauf.

Aber nicht alle Jugendlichen mit Asthma interessieren sich für diese Berufe. Manche möchten z. B. lieber einen Handwerksberuf erlernen, in dem das Risiko für Asthmaanfälle u. U. größer ist. In diesem Fall sollten sie sich bei der Berufsberatung, bei der Industrie- und Handelskammer oder aber bei der Berufsgenossenschaft erkundigen, ob es eine Möglichkeit gibt, diesen Beruf trotz Asthmas auszuüben. In vielen Fällen lassen sich Vorkehrungen treffen (z. B. das Tragen von Schutzkleidung), sodass der Wunschberuf schließlich doch ausgeübt werden kann. Und falls der Jugendliche während der Ausbildung feststellt, dass es problematisch ist, gibt es immer noch die Möglichkeit, in einen anderen Beruf zu wechseln.

Quelle: Allergikus 1/2015

13.07.15

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