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Bewegung senkt das Rückfallrisiko nach Krebs

Bewegung hält fit, ist gesund und beugt Krankheiten, wie etwa Herz-Kreislauf-Störungen vor. Das ist kein Geheimnis. Auch Krebspatientinnen können von regelmäßiger Bewegung profitieren und das Risiko für ein Rezidiv z. B. bei Brustkrebs um bis zu 67 % senken.

Diese Erkenntnisse sind durch Studien belegt, ebenso wie die Tatsache, dass Sport der Entstehung von Krebs vorbeugen kann. „Im Vergleich dazu kann das Krebsentstehungsrisiko mithilfe von Obst und Gemüse gerade einmal um maximal 3 % gesenkt werden“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Thomas Widmann, Triberg.

Sport und Bewegung im Alltag können sich positiv auswirken

Dieser positive Effekt in der Vorbeugung oder bei der Senkung des Rückfallrisikos stellt sich allerdings nur bei kontinuierlicher Bewegung ein: „Man profitiert in der Zeit, in der man sich auch bewegt“, betont der Mediziner. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um Ausdauer- oder Kraftsport handelt. Auch Rasenmähen oder Hausarbeit gehören zur Bewegung dazu. „Alles, was die Leistungsfähigkeit des Körpers anregt, tut gut. Dies ist immer dann der Fall, wenn man leicht ins Schwitzen und Atmen kommt“, bemerkt Dr. Thomas Widmann.

Verschiedene Bewegungsformen wie z. B. Walken, Joggen, Radfahren, aber auch Rasenmähen unterscheiden sich in ihrer Wirksamkeit gegen Krebsrückfälle nicht. Jedoch ist bei weniger anstrengenden Bewegungsformen wie z. B. Spaziergängen im Vergleich zu Walken oder Joggen ein größerer Zeitaufwand notwendig um den gleichen Effekt gegen Krebsrückfälle zu erzielen.

„Ein Mehr an Bewegung senkt das Krebsrückfallrisiko auch weiter“ sagt der Experte. Der Effekt von Bewegung ist zudem bei den Krebsentitäten unterschiedlich, liegt aber bei allen Tumorarten in jedem Fall im zweistelligen Prozentbereich.

Grundsätzlich darf sich jede Patientin, vor, während und nach ihrer Therapie bewegen – und sollte dies auch. Denn: „Jede Patientin hat damit den letzten Mosaikstein ihrer Behandlung selbst in der Hand“, betont Dr. Widmann. Aus seiner Erfahrung weiß er, dass Patientinnen vor allem daran gelegen ist, selbst etwas zur Heilung und zur Verhinderung eines Rückfalls beitragen zu können. Wer sich bewegt, kann genau diesen eigenen Beitrag leisten.

Dabei gilt: Alle Sportarten sind erlaubt. Mittlerweile gibt es über 80 Studien zum Thema Krebs und Bewegung mit über 3,9 Millionen untersuchter Patienten. Wichtig ist, dass Patientinnen zunächst mit ihrem behandelnden Arzt absprechen, ob ggf. eine andere Erkrankung, wie etwa am Herz-Kreislauf-System, bestimmte Bewegungsformen ausschließt.

Trotz dieser zahlreichen Erkenntnisse ist es für Patientinnen bei der vorhandenen Informationsflut im Internet oft schwer, nachprüfbare Informationen zu erhalten. Hier können der behandelnde Onkologe oder auch der Hausarzt sowie Krebssportgruppen und Selbsthilfegruppen die richtigen Ansprechpartner sein, die auch über fundierte Informationen verfügen. Außerdem können sich Patienten bereits während ihrer Rehabilitation ausführlich zum Thema Bewegung beraten lassen.

Quelle: Leben? Leben! 3/2017

09.11.17

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