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Diagnose von Blasenkrebs

Die Diagnose bei einem Verdacht auf Blasenkrebs hat zwei verschiedene Punkte zum Ziel. Zum einen muss abgeklärt werden, ob es sich tatsächlich um Blasenkrebs handelt oder um eine andere Erkrankung des Urogenitaltraktes. Liegt wirklich Blasenkrebs vor, so muss für die Wahl der richtigen Therapie genau festgestellt werden, wo sich der Tumor befindet, wie groß er ist, aus welchen Zelltypen er hervorgegangen ist und ob er vielleicht schon gestreut hat.

Dazu sind verschiedene Untersuchungen notwendig, die Zeit in Anspruch nehmen. Die Diagnose Blasenkrebs ist daher nicht an einem Tag gestellt, sondern der gesamte Prozess kann mehrere Tage oder auch Wochen in Anspruch nehmen. Je mehr über den Tumor in Erfahrung gebracht werden kann, desto besser kann auch die folgende Therapie auf den Patienten abgestimmt werden.

Das Arzt-Patienten-Gespräch

Beim Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) kann der Patient seine Beschwerden genau schildern und der Arzt durch gezielte Fragen konkrete Hinweise erlangen, zum Beispiel bei der Analyse von Risikofaktoren. Entsteht bei einem solchen Gespräch der Verdacht auf Blasenkrebs, sollte der Arzt möglichst schnell weitere Untersuchungen veranlassen, um nicht wertvolle Zeit bis zur Stellung der endgültigen Diagnose zu verlieren. Direkt im Anschluss an das Gespräch wird der betroffene Bereich vom Arzt abgetastet. Große Veränderungen können so bereits gespürt werden.

Ultraschalluntersuchung (Sonografie)

Als erste Untersuchung bei der Diagnose von Blasenkrebs erfolgt im Allgemeinen eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie). Sie kann bestimmte Veränderungen zeigen, die Hinweise auf einen Tumor liefern können. Dazu zählen vergrößerte Lymphknoten oder der Tumor selbst. Sehr kleine Tumoren sind mit dieser Methode jedoch nicht darzustellen. Vorteil der Untersuchung ist, dass sie relativ schnell und in der Regel vollkommen schmerz- und risikolos für den Patienten durchgeführt werden kann.

Blasenspiegelung (Zytoskopie)

Die Blasenspiegelung ist die wichtigste Untersuchungsmethode bei der Diagnose von Blasenkrebs. Dabei wird unter örtlicher Betäubung ein dünner, weicher und biegsamer Schlauch mit Kamera in die Harnröhre eingeführt, ein sogenanntes Endoskop. So kann der Arzt das Blasengewebe von innen genau betrachten und gegebenenfalls direkt eine Gewebeprobe mit einer kleinen Zange entnehmen. Man spricht dann von einer Biopsie. Die entnommenen Proben können dann unter dem Mikroskop weiter untersucht werden. Die Biopsie ist in der Regel ein ungefährliches Verfahren und die gesamte Blasenspiegelung weitgehend schmerzfrei.

Urinuntersuchung (Urinzytologie)

Hat sich durch die Blasenspiegelung der Verdacht auf Blasenkrebs erhärtet, wird eine Urinuntersuchung durchgeführt. Dabei können unter Umständen direkt bösartige Zellen nachgewiesen werden. Ist dies der Fall, handelt es sich oft um einen infiltrierenden Krebs.

Liegt kein positiver Befund vor, schließt dies Blasenkrebs nicht aus, aber das Vorliegen einer infiltrierenden und damit aggressiven Form ist dann sehr unwahrscheinlich. Die Methode wird zudem angewendet, um Patienten, die ein hohes Erkrankungsrisiko für Blasenkrebs haben, zu überwachen. Generell wird die Urinuntersuchung zur Diagnose von Blasenkrebs jedoch nicht empfohlen, da sie hohe Raten falsch-positiver Diagnosen hervorbringt.

Computertomografie (CT)

Bei der Computertomografie können Lage und Größe eines Blasentumors genau bestimmt werden. Auch betroffene Lymphknoten stellen sich häufig durch eine Vergrößerung auffällig dar. Mit dieser Methode können oft Hinweise darauf erlangt werden, ob eine operative Entfernung des Blasentumors möglich ist und wie umfangreich die Operation sein wird. Die Untersuchung ist schmerzfrei und im Gegensatz zur Magnetresonanztomografie auch für Menschen mit Platzangst unproblematisch, da sie nicht in eine durchgehende Röhre gefahren, sondern lediglich durch einen dünnen Ring auf einer Liege hin- und herbewegt werden.

Magnetresonanztomografie (MRT)

Mit der Magnetresonanztomografie oder auch Kernspintomografie genannt, können ähnlich wie mit der Computertomografie Lage und Größe des Tumors genau bestimmt werden. Die Untersuchung ist ebenfalls nicht schmerzhaft, bereitet Menschen mit Platzangst aber häufig Probleme. Zudem sollte sie bei Menschen mit Metallimplantaten oder Herzschrittmachern wegen des starken erzeugten Magnetfeldes nicht oder nur in Einzelfällen erfolgen.

Skelettszintigramm

Mit einem Skelettszintigramm können Tumorabsiedlungen in den Knochen, sogenannte Knochenmetastasen, dargestellt werden. Dafür muss ein Kontrastmittel gespritzt werden, welches sich in den Knochen anreichert. Eine solche Untersuchung ist nur dann notwenig, wenn mit den vorherigen Methoden eine infiltrierende Form des Blasenkrebses diagnostiziert wurde. Ein oberflächlicher Blasenkrebs streut nicht, sodass ein Risiko von auftretenden Knochenmetastasen in dem Fall praktisch nicht vorhanden ist.

Lydia Köper

20.04.17

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