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Botulinumtoxin bei Hyperhidrose

Am Anfang der Behandlung mit Botulinumtoxin sollte in jedem Fall eine Bestimmung des zu behandelnden Hautareales stehen. Hierzu wendet der Facharzt den beschriebenen Jod-Stärke-Test an.

Vor der Einspritzung des Nervengiftes sind die betroffenen Hautareale zu markieren. Da die Hautnerven an der Hand intensiv versorgt werden, kann die Injektion schmerzhaft sein, weshalb häufig eine Lokalanästhesie nötig ist.

Die Anzahl der Injektionen hängt von der Größe des Hautareals, der Verteilung und Intensität des Schwitzens ab. An den Händen können bis zu 50 Einstiche erforderlich werden.

Wirkdauer/Wirkeintritt

Die Wirkung tritt aufgrund der notwendigen Verteilung des Giftes im umliegenden Gewebe erst nach ca. 3-10 Tagen ein.

Botulinustoxin bewirkt an den Nervenenden strukturelle Veränderungen, die eine Freisetzung des Impuls-Überträgerstoffes zur Schweißdrüsenzelle irreversibel unterbindet. Da sich kontinuierlich neue Nervenfasern bilden und die Signalübertragung hierdurch erneut aktiviert wird, ist der Therapieeffekt je nach Hautareal und Dosierung auf 3 – 12 Monate beschränkt.

Nach wiederkehrenden Beschwerden wird die erneute Behandlung angeraten.

Welche Vorteile bieten Nervengifte bei Hyperhidrose?

  • Befriedigende Wirkdauer zwischen 5 und 12 Monaten
  • Gut wirksam bei schwerer Hyperhidrose im Achselbereich

Welche Nachteile haben Nervengifte bei Hyperhidrose?

  • Nicht einsetzbar bei generalisierter Hyperhidrose
  • Operations-Risiko: Nervenschädigungen und mögliche Lähmungen sind im Rahmen der Lokalanästhesie möglich
  • Hoher Aufwand und starke Risiken: Die Kosten in Höhe von ca. 400 Euro je Behandlung werden nur bei entsprechender Indikationsstellung von den privaten Krankenkassen getragen. Eine Übernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen ist unwahrscheinlich.
  • Hohe Rate wirkungsloser Behandlungen: Die Rate der Patienten, die nicht auf das Nervengift Botulinustoxin ansprechen, liegt bei ca. 5 – 10 %.
  • Schmerzhaft: Gerade im Bereich der Hand ist die Behandlung durch die hohe Nervenfaserdichte sehr schmerzhaft.

Gegenanzeigen

Nicht anzuwenden bei

  • Schwangeren und Stillenden
  • Kindern aufgrund der unzureichenden Erfahrungen
  • Patienten mit Gerinnungsstörungen

13.08.07

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