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MR-Tomografie findet mehr Tumoren als Mammografie und Ultraschall

Wurde in einer Brust Brustkrebs diagnostiziert, besteht ein erhöhtes Risiko, dass auch die gesunde Brust erkrankt. Eine Untersuchung der zweiten Brust mittels Mammografie und Ultraschall ist daher üblich. Dennoch bleiben viele Tumore unentdeckt. Ein besseres Ergebnis verspricht die Magnetresonanztomografie (MRT), wie eine Studie unter Beteiligung der Universität Bonn zeigt: Bei 968 Brustkrebspatientinnen, bei denen die zweite Brust laut Mammografie-Befund gesund war, entdeckte man mittels MRT noch 30 weitere Tumoren. „Dass die MRT vor einer Brustkrebs-Operation essenziell ist, um die tatsächliche Ausdehnung in der betroffenen Brust für den Operateur exakt darzustellen, wissen wir schon lange. Nun wissen wir, dass sie auch für die Entdeckung weiterer Tumoren in der vermeintlich gesunden Brust wichtig ist“, sagt Prof. Kuhl von der Universitätsklinik Bonn. Wenn kein Tumor im MRT-Bild entdeckt wurde, war die Brust mit 99,6 %iger Wahrscheinlichkeit tatsächlich krebsfrei. Eine vorsorgliche Amputation der zweiten Brust ist nach einem negativen Ergebnis der MRT demnach unnötig.

Quelle: Leben? Leben!

21.06.07

MR-Tomografie findet mehr Tumoren als Mammografie und Ultraschall
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