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Brustkrebs und Osteoporose

Osteoporose ist eine Skeletterkrankung, die sich durch eine Abnahme der Knochendichte äußert. Die Folge davon ist ein erhöhtes Frakturrisiko. Brustkrebspatientinnen haben durch die Krebsbehandlung und die Gabe von Zytostatika und Aromatasehemmer ein erhöhtes Risiko, eine Osteoporose zu entwickeln.

„Die Zytostatika, die während der Krebsbehandlung verabreicht werden, hemmen das Zellwachstum. Das gilt auch für Knochenzellen. Dadurch kann es zu Osteoporose kommen“, erklärt Prof. Dr. Reiner Bartl, München. Durch Immobilität während der Krebsbehandlung wird der Knochenabbau ebenfalls begünstigt.

„Bei östrogenabhängigen Tumoren wird durch Medikamente (Aromatasehemmer) das Östrogen blockiert. Damit beginnt der progressive Knochenschwund. Ob eine Frau dann tatsächlich eine Osteoporose entwickelt, hängt von der Ausgangssituation ab. Wenn sie zu Beginn der Behandlung einen sehr starken Knochen hat, dann dauert es natürlich länger, bis sich die Osteoporose entwickelt“, sagt Prof. Bartl.

Deswegen ist es wichtig, bereits zu Beginn der Krebsbehandlung eine Knochendichtemessung zu machen, um das Risiko für eine Osteoporose beurteilen zu können. Auf diese Weise kann bereits rechtzeitig mit der Behandlung begonnen werden. Sobald eine zuverlässige Diagnose mittels der Knochendichtemessung vorliegt, muss die Osteoporose behandelt werden. „Zur Behandlung gehört eine kalziumreiche Kost, Vitamin D hoch dosiert und zusätzlich Medikamente, die den Knochenabbau reduzieren“, erläutert Prof. Bartl. Diese Bisphosphonate werden z. B. als Jahresinfusion verabreicht und reduzieren das Knochenbruchrisiko. Bewegung ist zusätzlich wichtig, um den Knochenabbau zu stoppen.

Frühzeitiges Erkennen ist maßgeblich für die Behandlung, weil die Erkrankung meist symptomlos verläuft, bis es zu einer Fraktur kommt. Das kann bereits bei leichten Stürzen oder bei Umarmungen passieren. „Wenn es erst einmal zu einer Fraktur gekommen ist, dann dauert es meist auch nicht lange, bis der nächste Knochen bricht. Das macht die Osteoporose so gefährlich“, erklärt Prof. Bartl.

Quelle: Leben? Leben! 01/2014

13.06.17

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