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Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS)

Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) setzt sich für einebessere Versorgung an Prostatakrebs erkrankter Männer ein. Betroffene Männer und ihre Angehörige finden in 240 Selbsthilfegruppen des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe Möglichkeiten zum Austausch und Hilfe auf Gegenseitigkeit. Das Gespräch mit Menschen, die eigene Erfahrungen mit Prostatakrebs gemacht haben und Vorträge von Medizinern sind wirksame Unterstützungen bei der Bewältigung der Erkrankung. Selbsthilfegruppen machen Mut, vermitteln Kenntnisse und stärken das Selbstbewusstsein im Gespräch mit dem Arzt.

Neben der klassischen Selbsthilfearbeit gehört dazu auch die Mitarbeit an Behandlungsleitlinien. So hat der BPS zusammen mit rund 100 Vertretern aus unterschiedlichen Fachgesellschaften an der S3-Leitlinie gearbeitet. Die S3-Leitlinie ist eine Handlungsempfehlung zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms. Sie informiert Männer und Ärzte über evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten. Auch an der Arbeit für die Leitlinie Psychoonkologie und an einem Standard für die Rehabilitation von Patienten mit Prostatakarzinom waren BPS-Vertreter beteiligt, informiert der BPS.

Die Vertretung der Patienten im Gemeinsamen Bundesausschuss ist ein nächstes wichtiges Arbeitsfeld des BPS, in dem Leistungen der Krankenkassen und Festlegungen zur Behandlungsqualität im Vordergrund stehen. Hier verfolgt der BPS aktuell die Festlegung von Messgrößen für Behandlungsergebnisse und deren öffentliche Berichterstattung. Behandlungsqualität messen und öffentlich berichten ist auch ein Ziel, welches der BPS in der Zertifizierungskommission der Prostatakrebszentren verfolgt.

Die PREFERE-Studie mit ihrer Zielsetzung „Vergleich der vier Behandlungsmöglichkeiten des lokal begrenzten Prostatakrebses“ hat für den BPS besondere Bedeutung. Der BPS appelliert an Patienten, ihre Ärzte auf die PREFERE-Studie anzusprechen und sich vor einer Therapieentscheidung über die Studie informieren zu lassen, da derzeit noch zu wenig Männer an der Studie teilnehmen. Patienten der PREFERE-Studie werden objektiv aufgeklärt und ihre Gewebeproben der Biopsie werden noch einmal von einem Referenzpathologen begutachtet. Ihre Behandlung in den PREFERE-Zentren ist medizinisch hochwertig und sie werden über die gesamte Dauer der Studie intensiv begleitet und nachbeobachtet. Der BPS sieht Ärzte und heutige Patienten in der Verantwortung für Studienergebnisse, welche zukünftigen Patienten größere Sicherheit bei der Therapiewahl geben werden.

Für sein Engagement im wissenschaftlichen Bereich ist der BPS 2014 ausgezeichnet worden: Bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Düsseldorf erhielt der BPS den Preis „Förderer der Urologischen Wissenschaft“. „Der BPS ist hier ein wichtiger und geschätzter Player zur Verbesserung der Versorgung von Männern mit Prostatakarzinom“, betonte der damalige DGU-Präsident Prof. Jan Fichtner. Der Preis in Form einer Medaille wird seit 1999 an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, der Industrie oder an Stiftungen und andere Einrichtungen vergeben. „Die Arbeit des BPS lebt von der ehrenamtlichen Unterstützung unserer Mitglieder. Dass dieses Engagement nun auch von wissenschaftlicher Seite durch die Urologische Fachgesellschaft ausgezeichnet wird, ehrt und freut uns“, sagte der stellvertretende BPS-Vorsitzende Paul Enders.

Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe bietet eine telefonische Beratungshotline an. Die Berater sind zu erreichen dienstags, mittwochs und donnerstags (außer an bundeseinheitlichen Feiertagen) in der Zeit von 15 Uhr bis 18 Uhr unter der gebührenfreien Service-Rufnummer 08 00/7 08 01 23. Für Anrufe aus dem Ausland und aus in- und ausländischen Mobilfunknetzen wurde die gebührenpflichtige Rufnummer +49 (0)2 28/28 64 56 45 eingerichtet.

Quelle: Befund Krebs 3/2015

04.09.15

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